Seiten

Posts mit dem Label Batman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Batman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 27. Februar 2010

Filmkritik: The Dark Knight


Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Heath Ledger, Morgan Freeman, Aaron Eckhart, Gary Oldman, Maggie Gyllenhaal, Michael Caine
Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Musik: James Newton Howard, Hans Zimmer
Laufzeit: 153 Minuten
freigegeben ab: 16 Jahren
Trailer: hier

"The Dark Knight" ist zweifellos einer der bedeutensten Filme des letzten Jahrzehnts und hat das Comicgenre in vielerlei Hinsicht verändert. Mit einem Einspiel von 1 Milliarde Dollar wurde er auch zur bis heute erfolgreichsten Comicverfilmung. Natürlich ist der Film aber auch für immer mit dem Tod von Heath Ledger verbunden, der nach Abschluss der Dreharbeiten im Alter von gerademal 29 Jahren verstarb und den Kinostart des Film nicht mehr miterlebte und dem damit verbundenden Hype um seine Person. Dieser wäre zwar auch ohne dessen Tod entstanden, denn bereits erste Trailer berstätigten sein grandioses Schauspiel in der Rolle des Jokers, aber zumindest die Presse hätte sich wohl nicht ganz so stark auf seine Person gestürzt.
Dies soll jetzt bei der Besprechung des Films aber keine Rolle spielen, denn viel wichtiger ist die Frage, ob der Film seinen grandiosen Vorgänger "Batman Begins" übertrumpfen konnte. Für mich hat er es jedenfalls nicht ganz geschafft. "The Dark Knight" ist zwar zweifellos eine der besten Comicverfilmungen der letzten Jahre, aber das Mystische von Batman selbst, welches Teil 1 noch so sehr ausgezeichnet hat, ging in Teil 2 deutlich verloren. Nolan widmete sich stattdessen vermehrt der Polizeiarbeit mit Jim Gordon (Gary Oldman), sowie dem Anwalt Harvey Dent (Aaron Eckhart) und natürlich dem großen Bösewicht des Films, dem Joker (Heath Ledger). Batman selbt hingegen wirkt wie ein Spielball zwischen diesen drei Personen und während halt Teil 1 ganz ihm gewidmet wurde, so bleibt er diesesmal deutlich blässer. Waynes Privatgeschichte beschränkt sich dann diesesmal auch nur noch auf seine Freundin Rachel (Maggie Gyllenhaal). Insgesamt ist diese Konstellation zwar nicht umbedingt schlecht, aber ich persönlich bin eher Fan davon, wenn man sich hauptsächlich dem Hauptdarsteller widmet und die Bösewichter nur am Rand erscheinen lässt. Andererseits ist es natürlich auch immer wieder schwierig, sich neue Geschichten für eine Figur auszudenken, so dass man fast automatisch zu anderen Charakteren wechselt.
Im Endeffekt gibt es auch einige wirklich grandiose Szenen mit diesen Figuren, die man nicht missen möchte. Etwas traurig bin ich jedoch wegen der Tatsache, dass man in dem Film mit der Erzählung von Harvey Dent so weit vorausgeschritten ist. Natürlich gibt es so eine direkte Bindung zum Joker, aber an sich hätte man sich all das, was nach dem Krankenhaus geschehen ist, auch gut für einen dritten Teil aufheben können, denn diesen Spielraum verdient so eine wichtige Person des Batman-Universums eigentlich.
Nichts zu meckern gibt es einmal mehr über den Cast des Films. Christian Bale bleibt diesesmal zwar etwas hinter seiner Leistung aus Begins zurück, aber dafür rücken andere Figuren noch mehr in den Vordergrund. Besonders zu loben ist da sicherlich Gary Oldman, der seinen erweiterten Spielraum ausnutzt und insbesondere im Finale zu überzeugen weiß. Über Michael Caine und Morgan Freeman muss man dann sicherlich nicht streiten, denn diese überzeugen so gut wie in jeder Rolle.
Genauer betrachten sollte man da lieber die neuen Gesichter. Da Katie Holmes mittlerweile hauptberuflich Misses Cruise ist, hat man sich bei Warner dazu entschieden, ihre Rolle neu zu besetzen und fand mit Maggie Gyllenhaal tatsächlich Ersatz. Jedoch führen solche Umbesetzungen immer dazu, dass man nur sehr schwer die Rachel aus "The Dark Knight" mit der aus Begins vergleichen kann, denn irgendwie wirken diese wie zwei verschiedene Personen. Allein deshalb hätte man lieber einiges unternehmen sollen um Katie Holmes zurückzuholen. Ob sie eine wirklich gute Schauspielerin ist, darüber lässt sich streiten. Aber für diese Rolle hätte es locker ausgereicht.
So hinterlassen dann die beiden neuen männlichen Darsteller einen deutlich besseren Eindruck. Aaron Eckhart hat man zwar sicherlich schonmal in ähnlichen Rollen gesehen, aber für Harvey Dent ist er eine wirklich gelungene Besetzung und er wirkt längst nicht so nervig wie der in den Schumacher-Batman wild gestikulierende Tommy Lee Jones. Die ganz große Show liefert aber sicherlich Heath Ledger ab. Mit Vergleichen zu Jack Nicholson will ich mich dabei aber zurückhalten, da Nicholsons Joker ebenso gut zu Burtons Batman gepasst hat wie der Ledger Joker nun halt zu "The Dark Knight". Im Endeffekt braucht sich Ledger aber nicht vor einer Schauspielgröße wie Jack Nicholson zu verstecken und das ist nach der anfänglichen Skepsis wohl Lob genug für einen seiner letzten Leinwandauftritte.
Für die Musik in dem Film zeichneten sich abermals Hans Zimmer und James Newton Howard verantwortlich. Mit dieser bin ich bei "The Dark Knight" aber wohl am unglücklichsten. Natürlich funktioniert die bereits in "Batman Begins" eingeschlagene Richtung auch bei "The Dark Knight" in einzelnen Szenen, doch allgemein fehlt hier eine Weiterentwicklung, die für ein Sequel zweifellos nötig ist. Wirklich neu ist dann nur das Thema zum Joker, doch dies ist eines der größten Fehlgriffe der letzten Jahre, denn bis auf einen unglaublichen Nervfaktor hat dieses Thema nichts zu bieten und bildet im Zusammenspiel mit der restlichen Musik nur noch ein reinstes Musik-Wirrwarr, welches überhaupt keine klare Linie mehr hat.
Dies ist neben der etwas zu passiven Rolle Batmans aber auch der einziger größere Kritikpunkt an dem Film. Denn Schauspieler und auch die Action funktionieren wieder außergewöhnlich gut. Für mich kommt er zwar nicht ganz an "Batman Begins" heran und auch die Burton-Batmans verpasst er, aber ansonsten ist "The Dark Knight" zweifellos eine starke Comicverfilmung.

Filmkritik: Batman Begins


Regie: Christopher Nolan
Darsteller: Christian Bale, Michael Caine, Liam Neeson, Katie Holmes, Morgan Freeman, Gary Oldman
Drehbuch: Christopher Nolan, David S. Goyer
Musik: James Newton Howard, Hans Zimmer
Laufzeit: 134 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Nachdem Batman & Robin sowohl bei den Kritikern als auch an den Kinokassen gefloppt war, dachten viele, dass die Fledermaus für immer gestorben ist. Es sollte ganze 8 Jahre dauern bis sich mit Christopher Nolan ein neuer Regisseur hat finden lassen, der das Franchise komplett ummodelte. Das Ziel war nun, alles wieder auf Anfang zu setzen und die Geschichte komplett neu zu erzählen. Dies bedeutete auch, dass man sich erstmals genau um die Entstehungsgeschichte Batmans kümmerte, die es in dieser Form nichtmal im Comic gab.
Dabei wählte Nolan einen deutlich realistischeren Stil als alle Batmanfilme vor ihm. Batman Begins ist zwar nicht total realistisch, aber das sollte er laut Nolan ja auch nicht sein. Eine übertriebene Realität ist als Bezeichnung aber durchaus angemessen.
Überraschend ernst ist dabei die erste Hälfte des Films geraten in der Bruce Wayne gar nicht in Gotham ist, sondern sich auf einen Selbstfindungstrip durch die Welt befindet. Immer wieder eingestreut werden dabei Szenen aus der Vergangenheit Waynes, die dann die altbekannte Geschichte um Bruce Eltern erzählt. Wer Fan einer linearen Handlung ist, könnte hier zwar etwas enttäuscht werden, aber die Zeitsprünge halten sich glücklicherweise in Grenzen. Wirklich beeindruckend sind in dieser Zeit auch die Trainingseinheiten Bruce Waynes, die sehr beeindruckend in Szene gesetzt wurden und auch das Highlight des Films darstellen, obwohl sie für einen Batmanfilm recht ungewohnt daherkommen. Aber in genau diesen Szenen wird endlich mal die Figur so betrachtet wie sie schon in den vorherigen Filmen hätte betrachtet werden sollen.
Deshalb dauert es auch eine ganze Stunde bis man endlich Batman zu sehen bekommt. Dann geht es aber auch richtig ab. Es gibt zwar in diesem Film nicht einen Gegner, gegen den er permanent kämpft, aber immerhin einen, der hinter dem ganzen System steckt und erst später aufgedeckt wird. Hier lässt sich dann aber sicherlich darüber streiten, ob Bruce Wayne in der ersten Hälfte nicht etwas intelligenter hätte handeln können und ob ihm nicht schon länger hätte dämmern können, auf was es nun hinausläuft. Das sind aber nur Kleinigkeiten, denn an sich funktioniert die Story im Film wirklich sehr gut und es gibt eigentlich nichts, was man hätte besser machen können. Batman Begins zeigt jedenfalls, dass es nicht immer eines großartigen Bösewichts bedarf um einen guten Film zu kreieren, sondern dass man der Hauptperson genug Zeit widmet und das ist hier definitiv der Fall.
Wichtig war aber auch die Umgestaltung Batmans in Sachen der Glaubwürdigkeit. In Batman & Robin driftete es doch ziemlich ins fantasiehafte ab und auch das Batmobil war halt nur noch ein reines Designfahrzeug. Bei Batman Begins bemüht man sich nun wieder mehr auf Glaubwürdigkeit und so sind sowohl seine technischen Hilfsmittel, als auch das Batmobil einzig und allein auf den Erfüllungszweck ausgelegt. Vorbei sind die Zeiten in denen es Bat-Portemonnaies und auch Batnippel gab. Besonders angetan hat es mir aber auch das Batmobil, welches wohl das genialste Design der gesamten Reihe aufweist und sich dann in der zweiten Hälfte des Films auch genial in die hervorragende Action einbindet.
Aber natürlich kommt es bei solchen Filmen immer noch auf die Darsteller an und hier hat man zwar nicht den namhaftesten Cast der gesamten Reihe zusammengestellt (denn der war bei den anderen 4 Filmen noch etwas höher), aber dafür den vom schauspielerischen Talent vielversprechensten Cast. Christian Bale wird ohne Probleme zum bislang besten Darsteller des Batman und auch Michael Caine ersetzt Michael Gough ohne Probleme. Ebenso grandios sind aber auch die Nebendarsteller besetzt. Morgan Freeman als Q-ähnlicher Lucius Fox ist eh immer einen Kinobesuch wert und Gary Oldman als Jim Gordon ist ebenso eine Bereicherung für den Film, zumal er hier eindrucksvoll beweist, dass er nicht nur Bösewichter spielen kann. Nicht zu vernachlässigen ist aber auch Tom Wilkinson als Mafiaboss der Stadt, denn diese Rolle passt wirklich haargenau zu ihm und genaugenommen könnte man Wilkinson gerne öfter in solchen Blockbustern sehen. Etwas kritischer wird ja von vielen die Besetzung von Katie Holmes gesehen. Ich persönlich frage mich jedoch, welche großen Fehler sie in diesem Film begangen haben soll. Natürlich war ihre öffentliche Liebelei mit Tom Cruise im Vorfeld des Films recht nervig, aber im Film selbst spielt sie ihre Rolle solide runter. Sie fällt nicht umbedingt positiv auf, aber auch nicht negativ.
Nicht unerwähnt sollten aber auch Liam Neeson und Ken Watanabe bleiben, die man in der ersten Hälfte des Films sieht. Ken Watanabes Zeit ist zwar zu kurz um wirklich viel über ihn sagen zu können, aber insbesondere Neeson war in diesen Szenen große Klasse und der perfekte Mentor für Bruce Wayne. Ihn hätte man gerne noch etwas länger gesehen, aber für die Story ist es so am besten.
Bei der Musik des Films entschied man sich für einen Mix aus einem technisch versierten Komponisten und einem, der eher klassische orchestrale Musik bevorzugt. Die Rede ist natürlich von Hans Zimmer und James Newton Howard. Während sich Zimmer eher auf die actionlastigen Szenen des Films beschränkte, war Howard dann für die etwas ruhigeren Sequenzen zuständig und im Zusammenspiel ist ein durchaus gelungener Score entstanden. Wenn man die Scores alleine betrachtet, wäre mir zwar trotzdem der von Danny Elfman am liebsten, aber passt dieser wohl kaum zum Film und der von Zimmer und Howard passte sich diesem halt sehr gut an, so dass ich da auch nichts groß zu meckern habe.
Aber auch allgemein kann man "Batman Begins" kaum etwas vorwerfen. Die Geschichte wird gewissenhaft erzählt und der Figur Bruce Wayne wird endlich mal die Aufmerksamkeit gewidmet, die er auch verdient. Das der Film darüberhinaus auch technisch überzeugen kann und schauspielerisch erste Sahne ist, führt dazu, dass aus "Batman Begins" eine der besten Comicverfilmungen der letzten Jahre geworden ist, die ich auf eine Stufe mit "Batmans Rückkehr" stellen würde.

Freitag, 26. Februar 2010

Filmkritik: Batman & Robin


Regie: Joel Schumacher
Darsteller: George Clooney, Chris O' Donnell, Arnold Schwarzenegger, Uma Thurman
Drehbuch: Akiva Goldsman
Musik: Elliot Goldenthal
Laufzeit: 120 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Über Batman & Robin wurde in den letzten Jahren ja schon eine Menge geschrieben. Immerhin bedeutete dieser Film das vorläufige Ende eines der größten Franchises überhaupt. Wirklich verteidigen kann auch ich diesen Film nicht, aber ich habe gegen diesen Film auch nie die ganz große Abneigung gehegt wie manch anderer. Möglicherweise liegt es auch daran, dass es damals mein erster Batmanfilm überhaupt im Kino war und somit auch ein paar schöne Erinnerungen damit verbunden sind oder das ich als riesengroßer Arniefilm eh nie so ganz unparteiisch sein kann. Die folgende Kritik versucht dies nun etwas genauer zu beleuchten, aber natürlich werden auch wieder einige negative Aspekte angesprochen, die sicherlich nicht zu knapp ausfallen werden.
Die wohl schlimmste Änderung in der Batmanreihe wird wohl immmer sein, dass man Batman mit Robin auch einen Helfer zur Seite gestellt hat, der offensichtlich das etwas jüngere und weibliche Publikum ansprechen sollte, während der geliebte düstere Batman ja meist alleine unterwegs war. In "Batman und Robin" ging man jetzt sogar einen Schritt weiter und setzte auf einen dritten Mitstreiter, so dass Batman endgültig zum Teamplayer verkam. Ansich finde ich die Idee nicht gänzlich verkehrt, doch ist es immer die Frage, wie man das richtig einbaut. In "Batman und Robin" gelang dies nämlich eher weniger gut, denn Robin, als auch später Batgirl sprechen eindeutig das etwas wildere junge Publikum an und lassen die eigentliche Verbrecherjagd zum Spiel verkommen frei nach dem Motto, was die alte Fledermaus kann, kann ich schon lange. Das man damit viele Batmanfans vor den Kopf stößt, ist wohl kaum verwunderlich. Die etwas tragische Geschichte Robins in Teil 3 war da ja noch ein gut gewählter Ansatz, doch in der Fortsetzung funktioniert nur noch recht wenig davon und auch der Konflikt zwischen Batman und Robin verkommt spätestens dann zum Blödsinn, wenn Batman sein Bat-Portemonnai hervorkramt. Da hilft dann auch die Nebengeschichte mit Alfreds Krankheit nicht mehr viel.
Allgemein wird hier abermals deutlich, dass Schumacher mit der Figur Bruce Wayne nichts wirklich anzufangen weiß und ihn lieber einfach nur ins Kostüm stecken möchte. Dazu gibt es abermals die blödsinnigen Nahaufnahmen, wenn sie ihre Kostüme anziehen und dazu auch noch reichlich dumme Sprüche, die nicht wirklich funktionieren möchten. Auch die weibliche Begleitung wird hier ganz schnell abgehandelt und wenn man nicht genau hinguckt würde man meinen, dass Bruce immer noch mit der aus Teil 3 zusammen ist.
Etwas besser funktionieren diesesmal aber die Bösewichter. Uma Thurman als Poison Ivy ist durchaus ein Hingucker und auch Arnie finde ich längst nicht so nervig wie Tommy Lee Jones und zeitweise Jim Carrey in Teil 3. Sein Kostüm ist zwar Käse, aber seine Geschichte ist um einiges sympatischer als die der anderen Bösewichter in den Schumacher-Batmans. Das man auch hier die Vorgeschichte so schnell abhackt, ist zwar nicht wirklich toll, aber es stört diesesmal auch nicht so sehr, da man im Verlauf des Films darauf zurückkommt. Die Wandlungen Mr. Freezes sind aber trotzdem etwas sprunghaft, aber nun gut.
Ebenso beeindruckend ist diesesmal aber auch das Setdesign Gotham Citys. Während dies bei Forever noch recht billig daherkam, bietet Gotham in der Fortsetzung einige wirklich schöne Schauwerte, die sich auch 12 Jahre nach ihrer Entstehung nicht zu verstecken brauchen. Es wäre aber nicht schlecht gewesen, wenn die Autos etwas besser ausgesehen hätten.
Schauspielerisch legte man in diesem Streifen ja auch ordentlich auf. Arnold Schwarzenegger ist zwar kein großer Charakterdarsteller, aber das ist für seine Rolle auch nicht nötig. Ich als großer Arniefan habe jedenfalls Spaß an seiner Rolle, selbst wenn seine Waffen etwas albern wirken. Poison Ivy hingegen mochte ich nie so gern, aber Uma Thurman überzeugt hier von allen Darstellern wohl am meisten. Auch wenn man die Figur hasst, erkennt man doch trotzdem, dass Thurman wirklich viel aus der Rolle herausgeholt hat. Das kann man von George Clooney hingegen nicht behaupten und das, obwohl er eigentlich ein wirklich toller Bruce Wayne sein könnte. Aber wie bereits geschrieben gibt es in "Batman & Robin" keine wirkliche Geschichte bezüglich Bruce und so guckt Clooney meist mit dem immer gleichen Gesichtsausdruck in die Kameras. Bei einem besseren Drehbuch hätte ich Clooney aber gerne noch öfter im Fledermauskostüm gesehen und auch Chris O' Donnell ist meiner Meinung nach wieder ok. Alicia Silverstone bleibt hingegen etwas austauschbar, aber das wäre einigen anderen Darstellern bei dieser Rolle wohl auch passiert.
Insgesamt finde ich "Batman & Robin" aber immer noch guckbar. Batman selbst wird zwar wieder unzureichend charakterisiert und auch so gibt es viele Dinge, die an diesem Film stören, aber ein recht gelungenes Setdesign Gothams, sowie gelungene Bösewichter (den Arniebonus eingerechnet) machen ihn zumindest zu einem angenehmeren Film als "Batman Forever". An die Burtonfilme kommt aber auch er nicht heran.

Filmkritik: Batman Forever


Regie: Joel Schumacher
Darsteller: Val Kilmer, Tommy Lee Jones, Jim Carrey, Nicole Kidman, Chris O' Donnell
Drehbuch: Lee Batchler, Janes Scott Batchler, Akiva Goldsman
Musik: Elliot Goldenthal
Laufzeit: 121 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Nachdem der zweite Batman-Film von Tim Burton deutlich hinter dem Einspiel des ersten Teils zurückgeblieben war, war man bei Warner nicht mehr weiter daran interessiert, mit Burton auch noch einen dritten Film anzugehen und so entschloss sich Burton dazu, die Reihe zu verlassen. Warner war der zweite Teil deutlich zu düster geraten und so wollten sie dies nun wieder etwas freundlicher gestalten. Dafür engagierte man Joel Schumacher, der im Vorfeld eher kleine Dramen bzw. Thriller drehte. Jedenfalls ist Joel Schumacher für viele Batmanfans auch noch 13 Jahre nach der Vollendung seiner beiden Batmanfilme ein rotes Tuch, denn diesen waren diese Filme deutlich zu bunt und hatten für sie auch nichts mehr damit zu tun, was Batman eigentlich ausmachte. Auch von mir sind hier keine Lobgesänge zu erwarten, aber ich werde die beiden Streifen auch nicht zerreißen.
Jedenfalls ist zwischen dem zweiten und dritten Batman doch ein recht großer Einschnitt zu beobachten. Nicht nur ist mit Val Kilmer ein neuer Darsteller für Bruce Wayne an Bord gekommen, sondern auch so wurde das Design der Stadt deutlich erneuert und auch die Art wie sich Batman verhält, hat sich grundlegend geändert. Allerdings fehlt es dem Film dabei ein wenig an Struktur.
Einerseits will man zwar die ernste Seite Batmans weiter beleuchten, zum anderen lässt man ihm aber auch ständig blödsinnige Sprüche ablassen. So wirklich will keins von beidem funktionieren. Das hier nochmal die Geschichte von Bruce Eltern beleuchtet wird, macht wenig Sinn. Es gibt zwar eine recht dramatische Szene im Film, aber das, wie Bruce Wayne damit umgeht, ist alles andere als gelungen. Im Gegenzug dazu wirkt es dann aber auch wieder albern, wie Batman auf Coolness getrimmt wird. Vor allem solche Sprüche wie in der Höhle am Anfang mit dem Drive-In sind einfach komplett daneben. Hier versuchte Joel Schumacher wohl eine zweite Art James Bond zu erschaffen. Zum einen gibt es eine Menge cooler Gadgets und zum anderen ist Bruce Wayne halt der typische Gentlemen, der immer für einen flotten Spruch zu gebrauchen ist.
Ebenso flach ist diesesmal auch seine Beziehung zu der weiblichen Hauptfigur des Films Dr. Chase Meridian (Nicole Kidman) ausgefallen. Als Psychologin könnte sie Bruce Wayne zwar helfen, aber eigentlich steigt sie die ganze Zeit nur Batman hinterher, da sie ihn faszinierend findet. Nach der Beziehung mit Vicky Vane im ersten Teil und Catwoman in der Fortsetzung, verflacht dieses Konzept hier leider immer mehr.
Dies könnte möglicherweise auch der Grund dafür sein, wieso man sich dazu entschloss, Batman einen Partner an die Seite zu stellen. Robin ist natürlich eine streitbare Figur innerhalb der Batmanreihe und man hat ihn in den Burtonfilmen keineswegs vermisst, aber meine Abneigung ihm gegenüber hält sich tatsächlich in Grenzen. Dies liegt wohl auch daran, dass Schumacher so wenig aus der Batman-Figur selbst rausholen konnte und wenn Robin weggeblieben wäre, dann hätte sich Schumacher noch mehr auf die Entstehung Batmans verfestigt ohne etwas wirklich Neues zu erzählen. Außerdem finde ich Chris O' Donnell als Robin gar nicht so furchtbar fehlbesetzt. Schauspielern muss er zwar nicht großartig, aber er wirkt zumindest auch nicht ganz so Bubie-haft wie man ihn beispielsweise aus den Comics kennt. Von daher ist mir dessen Rolle im Film auch egal. Er gehört dazu und gut ist.
Nicht ganz so zufrieden bin ich mit den Bösewichtern des Films. Tommy Lee Jones und Jim Carrey sind zweifellos tolle Schauspieler, aber hier sind ihre Bösewichter recht schwach geschrieben, so dass sich beide keinen wirklichen Gefallen damit tun und nur durch verrückte Grimassen wirklich auffallen. Auch bei den Entstehungsgeschichten der beiden Figuren enttäuscht der Film. Die Geschichte von Two-Face ist praktisch nicht existent, da man wohl der Versuchung nachgab, den Film mit einer großen Actionsequenz zu eröffnen. Stattdessen wird die Geschichte von Harvey Dent nur kurz in einem Videoausschnitt erklärt. Da hätte man sich für die Figur deutlich mehr Zeit lassen sollen und auch der Konflikt zwischen ihm und Robin wirkt konstruiert. Hier wäre es dann wohl wirklich praktisch gewesen, wenn Burton die Figur Dents im zweiten Film fortgeführt hätte, doch ist dies keinesfalls eine Entschuldigung für Schumacher, denn der hätte merken müssen, dass das so nicht funktioniert.
Aber auch beim Riddler enttäuscht er. Die Geschichte von Edward Nigma (Jim Carrey) ist ebenso klischeetriefend und basiert größtenteils auf einem wilden Grimassenziehen Jim Carreys, der das zweifellos beherrscht, hier aber auch ordentlich auf die Nerven geht. Erst in der Szene in Wayne Manor und im Finale kann er damit dann auch so wirklich überzeugen.
Die Superwaffe der beiden Bösewichter ist dann aber auch wieder ganz klar der Kategorie Trash zuzuordnen. Wer nun die Idee bezüglich diesem Blödsinn hatte, kann man natürlich nicht genau sagen, aber da hätte man echt etwas intelligenteres finden müssen. Der Gedankenleser war einfach nur idiotisch und wie sie dann die Gehirnzellen visuell auch noch absaugen, ist kaum noch feierlich. In solchen Szenen sank das Niveau von Batman Forever ziemlich stark.
Zugute halten kann man dem Film aber die ein oder andere Actionsequenz und auch das Finale war längst nicht so schlecht wie die ein oder andere Szene vorher. Außerdem ist Carey zumindest in der zweiten Hälfte des Films ganz ordentlich, wohingegen Tommy Lee Jones über die ganze Laufzeit enttäuscht. Two-Face ist zugegebenermaßen nicht mein Lieblingsbösewicht, aber so wie Jones diesen darstellt, ist diese endgültig zum Tode verurteilt, wobei Jones ja nur den Befehlen des Regisseurs folgte.
Aber auch die Schauspieler auf der guten Seite können nicht so wirklich überzeugen. Natürlich hatte Val Kilmer nicht gerade den einfachsten Job, das Erbe von Michael Keaton anzutreten, aber trotzdem bleibt er fehlbesetzt. Dies liegt teilweise aber auch an der schwach geschriebenen Figur. Es gibt nichts neues bezüglich Batman zu erzählen und Kilmer hat gefühlsmäßig immer den gleichen Gesichtsausdruck drauf. Deshalb ist er der bislang austauschbarste Darsteller von Batman. Ähnliches gilt aber auch für Nicole Kidman, dessen Figur es aber ebenfalls an Profil fehlt. An Kim Basinger und insbesondere Michelle Pfeiffer kommt sie jedenfalls nicht heran.
Etwas enttäuschend ist dann auch die Musik von Elliot Goldenthal, der gefühlsmäßig immer wieder das gleiche Thema abspielt und das auch ohne jegliche Variation. Dieses ist zwar ok, aber wenn man bei der x-ten Fahrt des Batmobils dies immer noch spielt, dann nervt das nur noch. Da war man von Elfman deutlich besseres gewohnt.
Aufgrund des Textes ist ja schon recht gut erkennbar, dass ich mit dem Film nicht wirklich zufrieden bin und ihn auch als schwächsten Teil der Reihe bezeichnen würde. Batman wird ungenügend beleuchtet und auch die Bösewichter enttäuschen. Es gibt zwar ein paar Schauwerte und auch die zweite Hälfte des Films ist ganz in Ordnung, aber für einen Batmanfilm ist dies nach den beiden Vorgängern einfach zu wenig.

Filmkritik: Batmans Rückkehr


Regie: Tim Burton
Darsteller: Michael Keaton, Michelle Pfeiffer, Danny DeVito, Christopher Walken
Drehbuch: Daniel Waters, Sam Hamm
Musik: Danny Elfman
Laufzeit: 122 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Aufgrund des riesengroßen Erfolg des ersten Batmanstreifens war es natürlich nur eine Frage der Zeit bis eine Fortsetzung folgen würde, selbst wenn es Tim Burton erstmal vorzog, den etwas kleineren "Edward mit den Scherenhänden" zu drehen. Damit Burton aber endgültig seine Zusage für den Film gab, musste Warner ihme einige Zugeständnisse einräumen. So ist die Fortsetzung "Batman Rückkehr" noch um einiges mehr an den Regiestil Burtons angelehnt und somit auch nochmal um einiges düsterer als dessen Vorgänger. Dies ist vermutlich auch der Grund, wieso dies immer noch meine Lieblingsumsetzung eines Batmanstreifens ist.
Da mit dem Joker der wohl bekannteste Bösewicht der Reihe bereits verbraten wurde, gab es in der Fortsetzung nun gleich drei davon. Dabei konzentrierte man sich hauptsächlich auf die ebenfalls beliebten Bösewichte Pinguin (Danny DeVito) und Catwoman (Michelle Pfeiffer), die teilweise auch zusammen gegen Batman agieren. Mit Max Shreck (Christopher Walken) kommt dann auch noch ein korrupter Geschäftsmann hinzu. In einer früheren Fassung des Skripts bezog sich diese Rolle übrigens noch auf die Figur des Harvey Dent, welche im ersten Teil noch vom ehemaligen "Star Wars"-Star Billy Dee Williams gespielt wurde. Diese Änderung ist wohl darauf zurückzführen, dass Burton an dieser Figur das Interesse verloren hatte und sich grundsätzlich mehr auf den Pinguin und Catwoman konzentrieren wollte, so dass die Rolle von Dent bzw. jetzt Shreck nicht ganz so groß ausfallen sollte und er einfach nur korrupt sein sollte.
Dies ist auch der Grund, wieso Kim Basinger nicht mehr für die Fortsetzung zurückkehrte, denn mit Catwoman gab es bereits eine andere weibliche Hauptfigur, die Burton nun in den Mittelgrund stellen wollte und da sie bereits Bruce Wayne mächtig um den Finger wickelte, war die Rolle von Vicky Vane ebenfalls nicht mehr wirklich notwendig.
Dies führt nun aber auch dazu, dass man die Fortsetzung komplett losgelöst vom ersten Teil betrachten muss und die Reihe somit einen gewissen "James Bond" bzw. "Indiana Jones" - Charakter erhielt, so dass man alle Teile einzeln betrachten muss. Dies wurde dann ja auch in Teil 3 und 4 fortgesetzt, selbst wenn sich diese trotzdem gravierend von en Burtonstreifen unterschieden. Aber dazu komme ich dann ja in deren Reviews.
"Batman Returns" ist jedenfalls Burton durch und durch und so bekommt man auch hier visuell voll auf seine Kosten. Storymäßig wird hingegen nicht allzu viel erzählt und Batman (Michael Keaton) selbst rückt noch deutlich mehr in den Hintergrund als im Vorgänger. Burton erklärt dies zwar dadurch, dass er die Hauptfigur möglichst geheimnissvoll gestalten wolle, aber im Endeffekt passen der Pinguin und Catwoman deutlich besser zu seinem recht eigenwilligen Konzept. Insbesondere das Heim des Pinguin ist ein wahrer Blickfang und auch der Zoo sieht beeindruckend aus. An die Sets von "Edward mit den Scherenhänden" kann Burton zwar nicht ganz anschließen, aber trotzdem wird man hier verwöhnt. Sehr schön ist auch, dass der Film diesesmal in der Winterzeit spielt, so dass Burtons Stil nochmal etwas besser zum tragen kommt.
Schauspielerisch kann man bei diesem Film ebenfalls kaum meckern, denn Michael Keaton leistet wieder einen soliden Beitrag und Michelle Pfeiffer, sowie Danny DeVito mit seinem ganzen Make Up bleiben als Bösewichte ähnlich unvergessen wie auch schon Jack Nicholson im ersten Film. Christopher Walken fand ich hingegen eher nervig. Schauspielerisch war das zwar durchaus ok, aber ich mag seine Rolle nicht und ich hätte zu gern eine Fortführung von Harvey Dent gesehen, zumal das eine gute Überleitung zum dritten Batmanfilm gewesen wäre.
Aber da kann man wohl nichts mehr dran ändern. Dafür gibt es wieder einen gewohnt starken Score von Danny Elfman, der zwar etwas hinter dem von Edward zurückbleibt, aber trotzdem zu seinen besten Soundtracks überhaupt gehört. Insbesondere die Opening Credits als auch das Finale haben es da einem wirklich angetan.
Dies ist aber nicht der einzige Grund, wieso "Batmans Rückkehr" so gut funktioniert. Es ist einfach nur ein visuell atemberaubender Film mit Schauspielern, die in ihren Rollen völlig aufgehen. Die grandiosen Sets und die einmal mehr grandios komponierte Musik Danny Elfmans sorgen endgültig dafür, dass der Film ein zeitloser Klassiker ist.

Mittwoch, 24. Februar 2010

Filmkritik: Batman


Regie: Tim Burton
Darsteller: Michael Keaton, Jack Nicholson, Kim Basinger
Drehbuch: Sam Hamm, Warren Skaaren
Musik: Danny Elfman
Laufzeit: 121 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Superman hatte anno 1978 die Filmwelt verzaubert und zeigte, dass Comicverfilmungen mehr sein können als spaßige Unterhaltung. Da konnte es auch kaum verwundern, dass Warner und DC daran interessiert waren, ihren zweiten großen Superheld Batman auf die Leinwand zu bringen, selbst wenn die Fortsetzungen von Superman nicht mehr an den Erfolg des Erstlings anknüpfen konnten.
Wie auch schon bei Superman ging man den Weg, einen damals recht unerfahrenen Regisseur für das Projekt zu verpflichten und die Rechnung ging abermals auf. Tim Burton hat zwar einen recht eigenwilligen Stil, aber wenn es überhaupt einen Superheld gibt, der zu seinem Stil passt, dann ist dies zweifellos Batman, denn der Gothic-Stil passt einfach zu Burton.
Etwas überraschend dürfte bei diesem Film aber sein, dass man auf eine große Einleitung verzichtet und direkt Batman im Kampf gegen das Verbrechen zeigt. Die Vorgeschichte mit seinen Eltern wird später zwar nochmal kurz aufgegriffen, so dass eine etwas engere Verbindung Batmans zum Joker entsteht, aber im Großen und Ganzen spielen Batmans Eltern keine große Rolle. Stattdessen dominiert in diesem Film ganz klar das Duell zwischen Batman und dem Joker, was auch dem geschuldet sein dürfte, dass man für die Rolle des Jokers einen der größten Schauspieler überhaupt verpflichten konnte. Aber auch den Privatleben Bruce Waynes wird einige Zeit gewidmet, wobei dies größtenteils aus einer Liebesgeschichte besteht.
In die ganz große Tiefe geht Burton mit dem Film also nicht, aber dafür verlässt er sich wieder auf seinen visuellen Stil und natürlich das Schauspiel seiner Darsteller. Für Batman hat man da Michael Keaton verpflichten können, der ja auch schon in Burtons Vorgänger "Beetlejuice" mitgespielt hat. Dieser ist jedenfalls ein recht angenehmer Bruce Wayne, selbst wenn er jetzt nicht die ganz großen schauspielerischen Akzente setzt. Manchmal kann dies aber auch ganz nett sein. Diese Akzente setzt dann eher sein Gegenpart, welcher mit Jack Nicholson natürlich exellent besetzt wurde. Nicholson hat natürlich schon einige Bösewichter in seiner Karriere gespielt, aber der Joker nimmt da durchaus eine Sonderstellung ein. Anfangs spielt Nicholson zwar noch den üblichen Auftragskiller, aber spätestens nach seiner Wandlung zum Joker ändert sich das schlagartig. Nicholson ist nun nichtmehr einfach nur böse, sondern ist darüber hinaus noch unglaublich lustig ohne das der Joker dabei zum absoluten Clown verkommt. Als Love Interest konnte man darüber hinaus noch Kim Basinger verpflichten, die in dem Film zwar nicht allzu sehr gefordert wird, aber trotzdem einen guten Eindruck hinterlässt.
Das Besondere eines jeden Burton-Films ist aber auch die visuelle Umsetzung und diese hat auch 20 Jahre später nichts an seiner Faszination verloren. Sicherlich wirkt Batmans Kostüm dank des gelben Batmanlogos nicht mehr zeitgemäß, aber an Gotham City, Bathöhle und Wayne Manor gibt es nichts zu rütteln und auch das Batmobil sieht immer noch ziemlich stylisch aus. Natürlich sieht der ein oder andere Spezialeffekt mittlerweile recht billig aus, aber das betrifft nun wirklich jeden Blockbuster der damaligen Zeit.
Viel wichtiger ist die allgemeine Atmosphäre, die der Film aufbauen kann und hier überzeugt der Film voll und ganz. Dies verdankt man natürlich auch der extrem starken Musik von Danny Elfman, der ein grandioses Haupttheme geschrieben hat, was heutigen Blockbustern leider häufig abgeht. Die Musik gibt hier wunderbar das Tempos des Films vor und gehört zu Elfmans stärksten Arbeiten überhaupt, wobei diese eh meist bei Burton-Filmen entstehen.
Insgesamt ist Batman also auch heute noch ein toller Film, der kaum etwas von seiner Faszination verloren hat. Dies verdankt der Film vor allem Burtons atmosphärischer Regie, Danny Elfmans perfekt passender Musik und natürlich dem grandiosen Schauspiel Jack Nicholsons und seinem ebenso gelungenen Gegenpart Michael Keaton, der hier zeigt, dass er nicht nur die Rolle des Comedians beherrscht. Ein wahrhaft toller Film, den man umbedingt mal gesehen haben sollte.