Seiten

Posts mit dem Label The Fast and The Furious werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label The Fast and The Furious werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 8. Mai 2011

Filmkritik: Fast & Furious Five


Regie: Justin Lin
Darsteller: Vin Diesel, Paul Walker, Jordana Brewster, Tyrese Gibson, Dwayne Johnson
Drehbuch: Chris Morgan
Musik: Brian Tyler
Laufzeit: 130 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Als "The Fast and the Furious: Tokyo Drift" im Sommer 2006 in den Kinos anlief und deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb, schien das Ende des Franchises nah. Die Stars der ersten beiden Teile waren nicht mehr am Start und auf "Bow Wow" hatte man wohl nicht so wirklich Lust. Umso bemerkenswerter ist, dass das Franchise im Jahr 2011 erfolgreicher denn je ist. Die genauen Gründe für den Aufschwung sind dabei auch gar nicht so schwer zu erkennen. Schon Teil 4 befriedigte einen großen Teil der Fan-Base, da man mit Vin Diesel endlich den beliebtesten Darsteller der Reihe zurückbringen konnte und auch Paul Walker nach seiner Abwesenheit im dritten Teil wieder mit von der Partie war. Mit Michelle Rodriguez und Jordana Brewster brachte man aber auch noch ein paar andere beliebte Darsteller zurück zum Franchise. In Teil 5 ging man nun noch eine Stufe weiter. Wie man schon bei "The Expendables" erkennen konnte, ist es durchaus von Vorteil, wenn man alte Action-Legenden gegeneinander auf der Leinwand agieren lässt. Für "Fast and Furious" versuchte man sich nun darin, erstmals Dwayne "The Rock" Johnson" gegen Vin Diesel antreten zu lassen, was sicherlich von vielen Action-Fans heiß erwartet wurde.
Die Story des Films ist dabei recht schnell erzählt. Wer sich noch an das Ende von Teil 4 erinnern kann, wird wissen, dass Dominic Toretto zu einer langen Haftstrafe verurteilt wurde und ihm nur dank Brian O'Conner und Mia die Flucht gelang. Nun werden jedoch alle drei verfolgt und müssen dabei in Rio abtauchen, einer Stadt, die von einem mächtigen Drogenboss regiert wird. Um endgültig Freiheit zu erlangen, müssen Toretto und O'Conner ein letztes großes Ding durchziehen, wobei sie jedoch von einem DSS-Agenten verfolgt werden.
Wer hier tiefgründige Charaktere erwartet, dem dürfte bereits nach 5 Minuten klar werden, dass er sich im falschen Film befindet. War O'Conner in den vorherigen Filmen noch ein halbwegs aufrichtiger Agent, hat er in diesem Film keinerlei Probleme mehr damit, illegale Dinge durchzuziehen. Aber auch die guten Polizisten in diesem Film finden immer mehr Gefallen an den illegalen Machenschaften von Toretto.
Darüber sollte man aber auch nicht allzu sehr nachdenken, denn "Fast and Furious Five" macht als reiner Actionfilm durchaus Spaß. Der Film hat zwar durchaus seine Längen und insbesondere der Bankraub ist längst nicht so genau durchdacht wie man es beispielsweise von den Bourne-Filmen gewohnt ist, aber insbesondere die Actionsequenzen in diesem Film können überzeugen. Diese sind manchmal zwar auch etwas zu sehr Over-the-top, aber insbesondere das Finale kann in dieser Sache überzeugen und natürlich gibt es auch einen gut inszenierten Kampf zwischen Diesel und Dwayne Johnson.
Allgemein ist es die Vielzahl an bekannten Darstellern, die den Film so sehenswert machen. Natürlich sind deren Charaktere verdammt flach, doch vom Coolness-Faktor gibt es nur wenige Darsteller, die es mit einem Vin Diesel und auch Paul Walker aufnehmen können. Jordana Brewster wiederrum gehört zu den hübschesten Schauspielerinnen unserer Zeit und hätte dadurch auch mehr Aufmerksamkeit verdient, selbst wenn sie ihr Schauspieltalent bislang nicht wirklich zeigen konnte. Hinzu kommt, dass mit Tyrese Gibson auch ein bekannter Star aus dem zweiten Film zurückkehrte. Dieser hatte dort schon ein tolles Paar mit Walker gebildet und auch wenn seine Rolle in diesem Film nicht ganz so groß ist, so ist es immer noch ein Zugewinn für den Film.
Insgesamt ist "Fast und Furious Five" jedenfalls ein unterhaltsamer Actionstreifen geworden, der dank einer starken letzten Stunde auch einige kleinere Makel davor kaschieren kann und somit viele Actionfans befriedigen dürfte.

Donnerstag, 24. September 2009

Blu-Ray Kritik: Fast and Furious: Neues Modell. Originalteile.


Regie: Justin Lin
Darsteller: Vin Diesel, Paul Walker, Jordana Brewster, Michelle Rodriguez
Drehbuch: Chris Morgan
Musik: Brian Tyler
Laufzeit: 107 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Extras:

  • Audiokommentar von Regisseur Justin Lin
  • Gag Reel
  • Los Bandoleros (Kurzfilm von Vin Diesel)
  • Unter der Motorhaube - Muscle Cars und Importe
  • Die Gang vereint sich wieder
  • Fahrschule mit Vin Diesel
  • Das Filmen des Sattelzug-Überfalls
  • Rennen und Verfolgungsjagden
  • Hochoktanige Action: Die Stunts
  • Südlich der Grenze - Filmen in Mexico
  • Fast & Furious Videomix
  • Musikvideo "Blanco" mit Pitbull und Pharrell
  • U-Control
  • BD-Live

Filmkritik:

Vin Diesel galt anfangs des neuen Jahrtausends als die Actionhoffnung schlechthin und mit "The Fast and the Furious" sowie "XXX-Tripple X" hat er auch gleich zwei große Blockbuster vorzuweisen, die sich perfekt dazu eigneten, Franchises aufzubauen. Doch bei beiden stieg er nach dem ersten Teil bereits aus um das wenig erfolgreiche (inoffizielle) Sequel zu Pitch Black zu drehen. Während sich die "Fast and Furious"-Reihe ganz gut hielt, ging XXX schon mit dem zweiten Teil ordentlich baden. Diesel selbst hat in der Zwischenzeit noch die recht erfolgreiche Kinderkomödie "Der Babynator" gemacht und gab einen kleinen Cameo am Ende des dritten "Fast and Furious"-Films. Für einige Personen wie mich war es sogar das Highlight schlechthin des dritten Teils. Jedenfalls gab es danach reichlich Gerüchte, dass Diesel damit seine Rückkehr ins "Fast and Furious"-Franchise angekündigt hat und tatsächlich spielt er nun im mittlerweile vierten Teil der Reihe als Dom Toretto wieder die Hauptrolle. Besonders interessant war aber die Tatsache, dass mit Paul Walker, Jordana Brewster und Michelle Rodriguez auch die anderen vier Hauptdarsteller des ersten Teils zu einer Rückkehr bewegt werden konnten. Nun musste natürlich noch die Frage gestellt werden, wer denn wieder auf dem Regiestuhl Platz nehmen dürfte. Zum einen wäre dort Rob Cohen, der auch schon den ersten Teil gedreht hatte, allerdings mit Die Mumie 3 die größte Blockbustergurke der letzten Jahre abgeliefert hatte. Dazu kam es aber leider nicht und so bekam erneut Justin Lin, Regisseur des misslungenen dritten Teils die Regierolle zugesprochen, was natürlich nicht gerade für Freudensprünge sorgte. Doch bewies er mit diesem Film allen Kritikern das Gegenteil.
Sicherlich wurde der Film von den hauptberuflichen Kritikern ähnlich zerrissen wie schon die Vorgänger, doch zumindest die Fans des Franchises gingen zum Großteil zufriedener nach Hause als noch nach dem Vorgänger und das hat natürlich auch seine Gründe. Statt irgendwelchen Teenagern gibt es hier wieder harte Kerle, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken und der Fokus wird nicht mehr ganz so stark auf die Rennen an sich gelegt, sondern es gibt wieder eine klassische Copstory. Sicherlich ist diese alles andere als clever und auch die Geschichte mit dem Tunnel ist ziemlich Banane, aber man fühlt zumindest, dass es um etwas geht und nicht um irgendwelche heranwachsenden Teenager, die einen auf dicke Hose machen. Man hat sogar einen recht dramatischen Thema im Film, welches man nicht oft in solchen Filmen hat. Wirklich gut herausgearbeitet ist dies nicht, aber manchmal ist es ja schon gut, wenn man den guten Willen erkennt. Dies soll es aber auch zur Story gewesen sein. Sie macht deutlich mehr richtig als noch in Tokyo Drift, aber ist sie natürlich trotzdem flach wie eine Flunder. Ob man damit leben kann, muss also jeder selbst entscheiden.
Das große Hauptaugenmerk wird natürlich wieder auf die Autos gelegt und da legt der Film gleich am Anfang mächtig los, als Vin Diesel mit seiner Crew einen Truck angreift. Sicherlich gibt es hier einige Erinnerungen an den ersten Teil, doch geht dies als Einstieg in den Film voll in Ordnung und Diesel gibt sich in dieser Szene so als wenn er dieses Franchise nie verlassen hätte. Der Einstieg von Paul Walker ist da weit weniger gelungen. In Zeiten von Bourne kann man damit kaum noch überzeugen, zumal dies deutlich unspektakulärer geriet als beispielsweise Matt Damons Jagd über die Dächer in Bourne Ultimatum. Allgemein sind die Actionsequenzen ohne Autos längst nicht so spektakulär wie sie es sein könnten. Aber natürlich gibt es auch viel Action mit Autos und die sind wie eigentlich zu erwarten war wieder ziemlich unterhaltsam geraten. Größtes Highlight dürfte dort ein Rennen mit GPS in der Mitte des Film sein, welches durchaus für Abwechslung sorgt und in dem einiges zu Bruch geht. Es ist zwar schon bescheuert, dass dabei auch die normale zivile Bevölkerung in Mitleidenschaft gezogen wird und man nichtmal am Ende mit Polizei rechnen musste, aber Filme sollen ja auch unterhalten und in dieser Filmreihe dürfte sowas durchaus legitim sein. Zweimal gibt es während des Films auch Autofahrten durch einen recht engen Tunnel. Wenn man sich die Mühen der Dreharbeiten anguckt, muss man zumindest sagen, dass sie es zumindest versucht haben, realistisch darzustellen. Insgesamt sieht dies aber doch etwas sehr nach Computer aus, was dann insbesondere im Finale doch etwas sehr künstlich aussieht und Vin Diesel wird in diesem dann auch zum absoluten Superman. Aber zumindest die paar Szenen außerhalb des Tunnels waren immer recht stylisch.
Viel geredet wurde natürlich auch über den Cast des Films, immerhin wurden erstmals seit Teil 1 wieder alle vier Hauptcharaktere vereint und Diesel und Walker geben wie schon in Teil 1 ein extrem cooles Paar ab und man hat das Gefühl, dass überhaupt keine Zeit vergangen sei. Das passt einfach und man kann nur hoffen, dass dieses Gespann auch in möglichen Fortsetzungen weiter zusammenbleibt. Fortsetzungen dürften nach dem Erfolg des vierten Teils definitiv geplant sein. Da Walker und insbesondere Diesel mittlerweile die größten Stars des Casts sind, verwundert es nicht, dass die weiblichen Schauspieler dabei etwas zurücktreten müssen, was insbesondere auf Michelle Rodriguez zutrifft, die nur am Anfang des Films wirklich von Bedeutung ist und allgemein nicht viel Screentime hat. Etwas mehr bekommt man da von Jordana Brewster zu sehen, die wie schon in Teil 1 umwerfend aussieht. An der Action selbst ist sie aber eher weniger beteiligt und in erster Linie arbeitet sie ihre Liebe aus Teil 1 wieder auf und zeigt einmal mehr, wie wichtig ihr ihr Bruder ist, was bei der ganzen Action aber sicherlich auch etwas untergeht. Trotzdem erfüllt sie ihren Job recht gut.
Loben muss man an dieser Stelle auch Regisseur Justin Lin, der ja nach Teil 3 nicht gerade den besten Ruf hatte. Hier zeigt er aber, dass er einen ähnlich guten "Fast and Furious"-Film realisieren kann wie schon seine Vorgänger Rob Cohen und John Singelton. Die Action ist durchaus rasant und auch so funktioniert vieles. Einige Szenen sind sicherlich auch danebengegangen, aber das Gesamtergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Ebenfalls gelungen ist auch die Musik von Brian Tyler. Sie ist nicht wirklich gut, aber immerhin kommt sie besser zur Geltung als noch im Vorgänger und es gibt sogar sowas wie ein Theme von Letty, selbst wenn dieses eher schwach ausgefallen ist. Aber ansonsten kann man damit gut leben. So viel erwartet man musikalisch von der Reihe ja auch nicht. Einzig John Powell wäre hier mal eine recht interessante Alternative, aber dem reicht wohl schon die von der Kritik deutlich mehr gelobte Bournereihe.
Jedenfalls ist "Fast and Furious: Neues Modell. Originalteile" ein recht unterhaltsamer Actionstreifen, dessen Drehbuch sicherlich keine Meisterleistung darstellt. Dafür enthält es aber all die Elemente, die diese Reihe so beliebt machten. Das man hier erstmals wieder die Darsteller aus Teil 1 vereinen konnte, sorgt für das Übrige und somit ist der Film eine der Überraschungen dieses Kinojahres, was sich ja auch an den Kinokassen bemerkbar machte.

Blu-Ray Kritik:

Bei dieser Blu-Ray kann man glücklicherweise sagen, dass auch die DVD-Käufer mit den Extras gut bedient werden und das Hauptargument für die Blu-Ray wohl eher in der Bild- und Tonqualität zu suchen ist. Den BD-Live-Quark konnte ich nicht testen, aber das man für Extras extra eine Internetverbindung benötigt finde ich immer noch blöd und auch das U-Control-Extra wurde jetzt nicht weiter beachtet. Dieses Extra klingt zwar ganz nett, aber so wirklich durchgeblickt habe ich bei der Beschreibung nicht und es scheint wohl so, als wenn man da irgendwelche Knöpfe während des Hauptfilms drücken muss um dieses ordentlich anwenden zu kennen. Für mich ist das dann aber doch etwas zu viel, da ich mich einfach nur gemütlich hinlegen möchte und nicht ständig mit der Fernbedienung herumfummeln möchte. Aber vielleicht gibt es ja einige Fans, die so was gerne machen.
Da ich diese Extras nun aber nicht weiter beachtet habe komme ich lieber ganz schnell zu den Extras, die die Blu-Ray mit der DVD gemein hat und diese sind recht ordentlich ausgefallen. Am besten gefiel dabei der Audiokommentar von Justin Lin, der während des Films einiges zu erzählen hat. Einerseits ist er stolz, dass viele der Szenen real gedreht werden konnten ohne dafür extra den Computer zu benutzen, andererseits erzählt er auch etwas über die Arbeit mit den Darstellern und der Arbeit mit den Produzenten. Außerdem spricht er kurz mal das Thema "Product Placement" an, welches er selbst nicht sonderlich toll findet und meist auch ablehnte. Außerdem gibt er durchaus zu verstehen, dass ihm auch die Charaktere in dem Film etwas bedeuteten und besonders die weiblichen Charakter im kompletten Gegensatz stehen zu dem, was viele in dieser Reihe sehen. Einzig der Vergleich von der süßen Jordana Brewster mit dem komplett untalentierten Bow Wow war etwas blöd und erinnerte daran, dass er auch für den vergurckten dritten Teil der Reihe zuständig war. Auch interessant ist seine Meinung zum Thema Sequel und was für ihn ein gutes Sequel bedeutet. Am Ende sagt er ja auch schon, dass er gerne für einen 5. Teil zurückkehren möchte, was nach dem großen Erfolg von Teil 4 sehr wahrscheinlich ist. Insgesamt war es aber ein sehr schöner Audiokommentar und machte Lin sofort sympatisch.
Ebenfalls auf der Blu-Ray befindet sich auch ein Kurzfilm, den Vin Diesel extra für diesen Film gedreht hat und welcher etwas näher die Vorgeschichte des vierten Films beleuchtet. Es zeigt, wo Toretto sich aufhielt und wie er mit einer Gang zusammenkommt um den Coup vom Anfang des Films zu planen. Außerdem trifft er in diesem Kurzfilm dann auch wieder auf Letty (Michelle Rodriguez), die in diesem Kurzfilm fast genauso oft zu sehen ist wie im Film selbst. Jedenfalls sorgt der Kurzfilm für angenehmes Urlaubsfeeling und ist mit 20 Minuten auch recht lang geraten. Bis zum Auftreten von Diesel selbst ist der Film aber auch etwas langweilig und Han nervt eh, selbt wenn die Verbindung zu Tokyo Drift ganz nett ist. Man muss den Film ja nicht mögen, aber solche Verbindungen sind halt schon effektiv.
Der Rest der Extras ist dann das übliche Making-Of-Material, wobei die verpatzten Szenen und die Fahrschule da etwas herausfallen. Besonders lustig ist dann auch, dass Diesel seinen eigenen Nachnamen etwas veräppelt. Ansonsten sind die Extras aber durchaus informativ und zeigen auch ein wenig, wie das Ende realisiert wurde, welches ja ziemlich künstlich wirkte. Man sieht hier aber zumindest, dass man sich durchaus Mühe gegeben hat. Es hat zwar nicht so viel gebracht wie vielleicht erhofft, aber der gute Wille zählt ja auch. Ansonsten bin ich aber eher der Fan davon, wenn man ein etwas längeres Making-Of produziert, wo man nicht ständig das Kapitel mit der Fernbedienung auswählen muss. Es werden zwar alle Stationen der Handlung ordentlich abgehandelt, allerdings wirkt es manchmal trotzdem so, als wenn die immer wieder das gleiche quatschen. Deshalb reicht auch ein Making-Of, welches dafür aber etwas länger andauert und man alle Stationen logisch abhandelt.
Ansonsten lohnt sich der Kauf des Films aber auch wegen der Extras. Besonders der Audiokommentar und der recht nette Kurzfilm von Vin Diesel sind dabei recht nett und auch die Extras geben einen guten Überblick über die Produktion und die Realisierung solcher Actionszenen. Wer den Film mag, wird hiermit gut bedient.

Mittwoch, 23. September 2009

Filmkritik: The Fast and The Furious: Tokyo Drift


Regie: Justin Lin
Darsteller: Lucas Back, Bow Wow, Nathalie Kelley
Drehbuch: Chris Morgan
Musik: Brian Tyler
Laufzeit: 100 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahren
Trailer: hier

Neben der "The Fast and The Furious"-Reihe entwickelte sich im Videospielsektor die beiden "Need for Speed Underground" - Teile zu echten Verkaufsschlagern und besonders gelobt wurden dort die Driftrennen. Da war es nicht weiter verwunderlich, dass die Autorennreihe Nummer 1 dies ebenfalls aufgreifen würde und so widmete man sich hier erstmals dieser ganz besonderen Art des Rennfahrens und verzichtete dafür sogar auf eine Undercoverstory, so dass Paul Walker nicht weiter benötigt wurde. Im Verlauf des Films gibt es zwar auch einige typische Gangsterelemente im Film, doch sind diese im Vergleich zu den Vorgängern recht schwach herausgearbeitet, was für sich schon eine Kunst ist, und auch sonst ist der dritte Teile der Reihe ein Schuss in den Offen.
Sicherlich erwartet man in solchen Filmen nicht oscarreife Storys, aber wurde hier auf einige Dinge verzichtet, die in Teil 1 und 2 noch ihren Reiz hatten. Da gab es noch echte Typen wie Diesel oder auch Tyrese Gibson, die noch echte Coolness ausstrahlten und zusätzlich gab es mit Paul Walker einen recht charismatischen Hauptdarsteller. "Tokyo Drift" stellt nun leider die Teenie-Version des Ganzen dar und wirkt dadurch auch einfach nicht cool, denn Teenager, die zwanghaft einen auf Cool machen, sind nunmal einfach nicht cool. Auch bei den Darstellern hat man ordentlich danebengegriffen. Lucas Back kann als Hauptdarsteller einfach nicht überzeugen und bleibt den ganzen Film über ziemlich blass. Da bleibt es auch ebenso fraglich, wieso man ihm ausgerechnet Möchtegern-Rapper Bow Wow zur Seite stellte, denn wenn dieser eines noch weniger kann als rappen, dann ist das wohl schauspielern. Die weibliche Darstellerin Nathalie Kelley ist aber immerhin ein ganz netter Blickfang, selbst wenn der wirkliche Funke zwischen ihr und Back den ganzen Film über nicht rüberspringt, denn dafür ist ihre Beziehung deutlich zu prüde. Der Bösewicht Brian Tee macht dann auch nicht mehr als oft genug besonders angestrengt in die Kamera zu gucken.
Aber auch actionmäßig haut hier nicht wirklich viel hin. Die Actionsequenz am Anfang auf der Baustelle war zwar ganz nett, aber auch völlig sinnentfreit, denn was die Teenager dort fabrizieren ist hochgradig unsympatisch und man kann eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Wirklich stylisch ist eigentlich nur eine Driftsession in der Mitte des Films geraten, wo sich die Autos bei Nacht stylisch durch die Berge bewegen. Das hatte mal wirklich klasse. Das Finale setzt auf ähnliche Momente und kann ebenfalls überzeugen, selbst wenn manchmal wohl ordentlich der Computer mitgeholfen hat.
Highlight dürfte somit sein, dass am Ende ein alter Bekannter auf die "The Fast and the Furious"-Bühne zurückkehrt und dem Film sofort mehr Klasse verleiht. Dies zeigt auch deutlich was die ersten beiden Filme so viel besser machen als Teil 3. Storymäßig sind diese zwar auch nicht deutlich besser, aber sie zielen auf ein erwachseneres Publikum ab als es Teil 3 macht und das ist lobenswert. Teil 3 jedenfalls ist ein deutlicher Tiefpunkt und hat bis auf zwei oder drei kurze Momente keine wirklichen Höhepunkte, aber dafür viele Tiefschläge.

Dienstag, 22. September 2009

Filmkritik: 2 Fast 2 Furious


Regie: John Singleton
Darsteller: Paul Walker, Tyrese Gibson, Eva Mendes
Drehbuch: Michael Brandt, Derek Haas
Musik: David Arnold
Laufzeit: 103 Minuten
freigegeben ab: 16 Jahren
Trailer: hier

"The Fast and the Furious" war 2001 ein großer Überraschungserfolg und so war es nicht weiter verwunderlich, dass man sich recht schnell an eine Fortsetzung des Actionstreifens setzen würde. Anfänglich war jedoch geplant, wieder das alte Gespann um sich zu scharren, was aufgrund der Absage von Vin Diesel recht schnell verworfen wurde. Diesel wollte nämlich zu viel Kohle und hat sich dann lieber einem zweiten Riddick-Film gewidmet. Somit war auch eine Wiederkehr der beiden anderen Hauptdarstellerinnen Jordana Brewster und Michelle Rodriguez ausgeschlossen und auch Rob Cohen wollte kein zweites Mal Regie führen. Somit blieb einzig Paul walker von der Originalbesetzung übrig und auch wenn eine Rückkehr Diesels und Co. durchaus interessant gewesen wäre, so ist doch eigentlich der von Walker dargestellter Brian O' Conner die Hauptfigur der Reihe. Von daher waren die Voraussetzungen gar nicht so schlecht und tatsächlich ist mit 2 Fast 2 Furious ein Film entstanden, der sich vor seinem Vorgänger nicht zu verstecken braucht.
Eine wirklich vernünftige Story sucht man hier natürlich vergebens und auch wenn man wie schon in Teil 1 so etwas wie eine Undercoverstory erzählt, so stehen doch ganz klar die Autorennen im Vordergrund, die wie in Teil 1 wieder ziemlich spektakulär inszeniert wurden. Einzig am Ende hat man es diesbezüglich etwas übertrieben. Ansonsten kommt man aber wie schon in Teil 1 actionmäßig voll auf seine Kosten.
Neben den vielen Actionszenen musste man für O' Conner aber auch wieder einen etwas cooleren Gegenpart finden, den man in dem bis dahin unbekannten Tyrese Gibson sehr gut gefunden hat. Er nimmt zwar nicht wie Diesel in Teil 1 gleichzeitig noch den Part des Bösewichts ein, aber hat auch er eine kriminelle Vergangenheit, die man noch irgendwie mit Teil 1 verbinden wollte, was aber recht konstruiert wirkte. Als Bösewicht verpflichtete man diesmal Cole Hauser, der zwar nicht schlecht ist, aber halt auch einen recht eindimensionalen Bösewicht darstellt. Damit will ich zwar nicht sagen, dass Diesels Charakter aus Teil 1 in irgendeiner Weise Tiefgang hatte, aber man hatte durchaus Sympathien mit ihm, was in diesem Film hier nicht der Fall hat. Als neuen weiblichen Blickfang verpflichtete man für diesen Streifen nun Eva Mendes, die man schon aus einer Nebenrolle in Training Day kannte. Die ganz große Begeisterung für Frau Mendes konnte ich zwar nie verstehen, aber sie nervt auch nicht. An Jordana Brewster kommt sie aber mit Sicherheit nicht heran. Dafür ist sie aber nicht ganz so leicht durchschaubar und man fragt sich manchmal schon, auf welcher Seite sie letztendlich steht. Somit nimmt sie wohl eine ähnliche Rolle ein wie Diesel in Teil 1.
Als Regisseur verpflichtete man nach der Absage von Rob Cohen John Singleton, der vor allem durch seinen Überfilm "Boyz n the hood" bekannt wurde, für den er damals sogar für den Oscar nominiert wurde, einen Erfolg, den er in der Zeit nicht mehr wiederholen konnte. Bei "2 Fast 2 Furious" leistete er trotzdem gute Arbeit.
Musikalisch setzte man einmal mehr deutlich auf Hip-Hop-Klänge, da diese zu dieser Reihe auch ganz gut passen, selbst wenn ich davon nicht der ganz große Fan von bin. Das führt aber auch dazu, dass die Musik von David Arnold dazu etwas unter geht und man vom eigentlichen Score nicht so viel mitbekommt.
Insgesamt gesehen ist "2 Fast 2 Furious" eine gelungene Fortsetzung, die trotz des Fehlens Diesels überzeugen kann. Immerhin war mit Paul Walker der Hauptdarsteller wieder an Bord und mit Tyrese Gibson hat man ihm auch einen guten Partner gegeben. Die Story ist natürlich ähnlich doof, aber die Action dafür auch genauso packend und sorgt für 100 Minuten soliden Popcornspaß.

Montag, 21. September 2009

Filmkritik: The Fast and The Furious


Regie: Rob Cohen
Darsteller: Paul Walker, Vin Diesel, Jordana Brewster, Michelle Rodriguez
Drehbuch: Gary Scott Thompson, Erik Bergquist, David Ayer
Musik: BT
Laufzeit: 103 Minuten
freigegeben ab: 16 Jahren
Trailer: hier

Anfang des neuen Jahrtausends schien mit Vin Diesel ein neuer Actionstar geboren. Einigen dürfte er bereits als Nebenrolle in Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" bekannt sein und auch mit Pitch Black hatte er einen Achtungserfolg. Seinen ganz groß Durchbruch hatte er allerdings erst als Bösewicht in "The Fast and the Furious" gefeiert. Der Film spielte bei Produktionskosten von 38 Millionen Dollar 144 Millionen Dollar in Amerika ein und war einer der Überraschungshits des Jahres 2001.
Mit der Story hängt das aber sicherlich nicht zusammen. Sicherlich gibt es so etwas wie eine Undercovergeschichte, doch stehen hier ganz klar die Autorennen im Vordergrund und daraus macht der Film auch kein Geheimnis. Es gibt massig Rennen und diese sind dabei auch durchaus abwechslungsreich. Am Anfang gibt es halt die berühmten Straßenrennen mit ordentlichen Posern, die einen auf dicke Hose machen und später dann noch Rennen durch die Wüste um anschließend einer Gang von Fahrern noch dabei zuzusehen, wie sie illegale Geschäfte abwickeln mithilfe ihrer Edelkarrossen. Dabei werden auch recht viele Klischees bedient und oscarreifes Talent besitzt von den Schauspielern wohl niemand. Das muss hier aber auch gar nicht der Fall sein. Sicherlich ist der Spruch "Hirn aus und angucken" blöd, denn das macht einen Film weder besser noch schlechter. Wenn jemand sich etwas mehr Anspruch wünscht, dann sollte er diesen Film hier einfach genüsslich ignorieren, denn es gibt wohl keinen Film, der jedermanns Geschmack trifft und dies ist dann hier erst recht der Fall. Autofans werden hiermit nämlich sicherlich ihren Spaß machen, zumal mit Walker und Diesel gleich zwei Darsteller verpflichtet werden konnten, die schauspielerisch sicherlich nicht hochbegabt sind, aber durchaus Ausstrahlung haben. Vin Diesel als Bösewicht funktioniert sehr gut und auch Walker als Cop ist gut und hat eine gewisse Lässigkeit, die hierfür notwendig ist. Ob dabei alle Handlungen von ihnen logisch ist, ist dabei natürlich zweitrangig. Cop O' Conner verfällt den Autos jedenfalls relativ schnell und Torettos "Ich will nicht mehr ins Gefängnis" wirkt auch etwas aufgesetzt, aber das muss man in diesem Film wohl im Kauf nehmen.
Dem Film selbst ist es offensichtlich wichtiger auf coole Typen, hübsche Frauen und edle Karossen zu setzen und davon gibt es reichlich. Mit Jordana Brewster hat man auch einen echten Blickfang verpflichtet, deren Charme man recht schnell erlegen ist. Passend zum Film ist auch die Musik zum Film sehr auf Rap spezialisiert. Ich persönlich bin nicht der große Fan davon, aber hier stört es nicht so sehr, da der Film ja genau diese Richtung anspricht. Gut gelungen ist dann auch der Ausgang des Films, der einige Dinge für eventuelle Fortsetzungen offen lässt und nicht ins ganz große Happy End abdriftet.
"The Fast and the Furious" ist sicherlich für eine spezielle Zielgruppe konzipiert, doch diese scheint recht groß zu sein wie der andauernde Erfolg beweist. Jeder wird damit aber sicherlich auch nicht glücklich werden, denn die Story ist doch recht einfach gestrickt und dient nur zur Verbindung der einzelnen Actionszenen. Diese sind aber recht abwechslungsreich und machen einfach nur Bock.