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Montag, 20. Februar 2012

Filmkritik: Gefährten


Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Jeremy Irvine, Peter Mullan, Emily Watson, David Thewlis
Drehbuch: Lee Hall, Richard Curtis
Musik: John Williams
Laufzeit: 146 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Mehr als drei Jahre mussten Fans warten bis letzten Herbst Steven Spielberg mit "Die Abenteuer von Tim und Struppi - Das Geheimnis von Einhorn" endlich wieder einen neuen Kinofilm auf die Leinwand brachte. Umso schöner ist es da, dass er bereits wenige Monate später mit der Verfilmung des Romans "Gefährten" von Michael Morpurgo sein nächstes Werk nachschiebt und ihm abermals ein echter Geniestreich gelungen ist.
Erzählt wird die Geschichte des Pferdes Joey, welches auf einer Farm aufwächst und sich dort insbesondere mit dem Sohn des Hofes Albert eine enge Beziehung aufbaut. Als jedoch der Krieg ausbricht, werden diese unsanft voneinander getrennt.
Filme über Pferde neigen oftmals natürlich stark dazu, in Kitsch abzudriften und auch Spielberg hat manchmal einen Drang dazu, dies auf die Spitze zu treiben. Deshalb wird "Gefährten" vielleicht nicht jedem gefallen, doch Spielberg schafft es doch auf eindrucksvolle Weise einen emotionalen Film zu erzählen, der ganz im Stile alter Hollywoodepen daherkommt.
Der Film erzählt auf wundervolle Art und Weise die Beziehung von einem Jungen und einem Pferd und wie diese durch den Krieg getrennt werden. Dabei ist Spielberg ganz in seinem Element und sorgt visuell für ein absolutes Meisterwerk, welches kameramäßig zu den besten Arbeiten der letzten Jahre gehört.
Aber auch inhaltlich ist der Film überzeugend. Die Geschichte von Albert und seinem Pferd ist sehr sympatisch und auch die Tatsache, dass man hier eher dem Pferd als den Besitzer durch den Film folgt ist sehr lobenswert. Zuweilen wirkt der Film dadurch zwar auch etwas episodenhaft, doch die einzelnen Geschichten sind gut genug geschrieben, so dass der Film nie in ein Loch fehlt, zumal auch die einzelnen Charaktere gut geschrieben sind und man somit immer wieder eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Einzelne Figuren haben zwar nur begrenzt Laufzeit, doch trotzdem sind die Geschichten abwechslungsreich genug um den Film am Laufen zu halten. Insbesondere die Geschichte zweier Brüder und eines Mädchens, die bei ihrem Großvater wohnt, sind sehr gelungen und absolut beeindruckend ist auch eine Sequenz in der das Pferd allein über das Schlachtfeld rennt. Das ist einfach nur grandios inszeniert und dabei auch so erschreckend, dass die Szene sich ins Gehirn einbrennt.
Schauspielerisch setzt Spielberg diesesmal nicht auf große Stars, sondern setzt auf Schauspieler aus ganz Europa, die teilweise sogar total unbekannt sind, doch jeder gibt hier eine gute Leistung und so passt das in der Gesamtheit richtig gut. Erwähnenswert ist aus deutscher Sicht auch das Mitwirken von David Kross, den man in einer längeren Sequenz zu Sehen bekommt.
Nicht fehlen darf bei Spielberg natürlich auch die Musik von John Williams, der hier wieder ein gewohnt tollen Score abliefert. An der ein oder anderen Stellen mag dieser zwar fast schon klischeehaft nach Williams klingen, doch ansonsten ist das wieder ganz große Kunst, was der Altmeister hier abliefert.
"Gefährten" ist ein weiterer beeindruckender Beitrag in der Vita von Steven Spielberg. Die Story geht zu Herzen, die Schauspieler sind durch die Bank überzeugend und visuell gehört der Film zu den besten Arbeiten der letzten Jahre. Steven Spielberg hat sich damit einmal mehr selbst übertroffen.

Sonntag, 19. Februar 2012

Filmkritik: Zurück in die Zukunft III


Regie: Robert Zemeckis
Darsteller: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Mary Steenburgen, Thomas F. Wilson, Lea Thompson
Drehbuch: Bob Gale
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 118 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Nachdem Teil 2 damit endete, dass Marty McFly erneut im Jahr 1955 gefangen war, geht es nun im abschließenden dritten Teil der "Zurück in die Zukunft"-Reihe zurück in den wilden Westen, immerhin muss Marty seinen Freund Doc Brown aus dieser Zeit befreien um dann wieder in die Gegenwart zu gelangen.
Eigentlich war diese Westernsequenz bereits Teil des zweiten Teils, doch wegen der zu langen Laufzeit entschloss man sich dazu, den Film in zwei Hälften aufzuteilen um dann einzelne Geschichten auch noch etwas auszuweiten. Wer Teil 2 gesehen hat, wird sich wohl kaum über irgendwelche Längen beschweren, immerhin ist man dort durch mehrere Zeitebenen gereist und hat immer wieder neue Sachen in die Geschichte einbringen können. Teil 3 bleibt nun jedoch die meiste Zeit im wilden Westen hängen und man fragt sich, ob man dies wirklich so in die Länge ziehen musste.
Zugegebenermaßen hat man auch hier eine Menge Spaß mit den Figuren und die Ausstattung ist abermals gelungen und die Action flott inszeniert, doch irgendwie hat man hier das Gefühl, dass doch etwas fehlt. Es war zwar stets der große Vorteil der Reihe, dass der Zeitreiseeffekt nicht den großen Mittelpunkt der Reihe darstellte, doch Teil 3 fühlt sich mehr wie ein normaler Western an als ein Film, der wunderbar mit den ersten beiden Filmen harmoniert. Grundsätzlich sind zwar auch hier alle wichtigen Figuren der ersten zwei Filme dabei, doch irgendwie ist es fast etwas nervig, dass verschiedene Rollen immer wieder mit exakt den gleichen Schauspielern besetzt werden. Dadurch hat man hier an mehreren Stellen ein Deja-Vu-Erlebnis, was dann auch an der Spannung etwas nagt. Hier hätte man sich trotz des Settings an der ein oder anderen Stelle doch etwas mehr Mut gewünscht, wenngleich diese Konsequenz bei der Besetzung auch den Geschehnissen aus Teil 2 geschuldet ist und somit doch irgendwie zusammenpasst. Es wäre halt nur wünschenswert gewesen, wenn man die ganze Sache doch etwas mehr gekürzt hätte und den Film mit 118 Minuten nicht zum längsten Film der Reihe gemacht hätte.
Ansonsten ist der Film besetzungstechnisch aber immer noch eine ziemlich sichere Bank und man konnte mit Oscarpreisträgerin Mary Steenburgen nochmal eine gute Ergänzung zum Cast finden, zumal sie durch ihre Lovestory zu Doc Brown nochmal etwas Frische in den Film brachte.
So gesehen bereut man es auch nicht, sich auch "Zurück in die Zukunft III" nochmal anzugucken. Es ist halt mehr oder weniger das große Finale des zweiten Teils. Dabei hätte man jedoch noch etwas mehr mit dem Zeitreiseaspekt spielen können, da das Westernset zwar nett ist, aber zu einem Science-Fiction-Film nur bedingt passt und sich der Film deshalb stilistisch etwas zu sehr mit den beiden Vorgängern beißt. Trotzdem hat man aber seinen Spaß und sieht einen technisch perfekt gemachten Film.

Samstag, 18. Februar 2012

Filmkritik: Zurück in die Zukunft II


Regie: Robert Zemeckis
Darsteller: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, Thomas F. Wilson
Drehbuch: Bob Gale
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 108 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Auch in den 80-ern gehörte es bereits zum guten Ton, dass alles, was nur halbwegs erfolgreich war, eine Fortsetzung erhalten würde. Da machte natürlich auch "Zurück in die Zukunft" keine Außnahme, ein Film, der 1985 zu einem der beliebtesten Zeitreisefilmen aller Zeiten wurde. Zum Glück konnte man fast alle Beteiligten für eine Fortsetzung begeistern und so sollte 1989 endlich der zweite Teil das Licht der Welt erblicken.
Dabei war der Anhaltspunkt schnell gefunden. Immerhin ließ schon der erste Teil einiges an Möglichkeiten erahnen, wo doch der Film mit einem davonfliegenden DeLorean endete, der in die Zukunft reiste. Umso ambitionierter war somit Zemeckis Verlangen danach, diesesmal nicht nur die Zukunft zu erblicken, sondern gleichzeitig durch mehrere Zeiten zu reisen und somit neben dem Jahr 2015 auch noch ein alternatives 1985, 1955 und den wilden Westen. Für einen einzelnen Film war dies natürlich zu viel und so entschloss man sich letztendlich dazu, die Fortsetzung in zwei Filme aufzuteilen und sich erstmal nur der Zukunft und den daraus zu resultierenden Folgen zu widmen, immerhin reist man auch hier schon mehrfach durch die Zeit und die Story ist umfangreich genug um einen Film zu tragen.
Dabei schafft es Zemeckis wieder perfekt, einen guten Mittelweg zwischen der Zeitreisethematik und einer normalen Familiengeschichte zu erzählen. Die Zeitreisethematik wird durch die vielen Zeitreisen zwar etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt, doch es bleibt weiterhin plausibel und teilweise ist es auch extrem geschickt, wie man hier auch Elemente des Erstlings in der Fortsetzung wieder aufgreift und mit neuen Storyelementen ergänzt ohne die Handlung komplett auf den Kopf zu stellen. Das gelingt Zemeckis fast perfekt und sorgt auch dafür, dass der Film zur Mitte des Films wieder die Stärken erreicht, die auch schon der Erstling erreichte und dabei hier auch mal einen etwas dunkleren Ton anspricht, der bislang noch etwas ausgeblendet wurde.
Dabei kann man auch erneut auf alle wichtigen Darsteller des Erstlings zurückgreifen. Einzig Crispin Glover konnte für das Sequel nicht zurückgewonnen werden, doch immerhin konnte man sein Fernbleiben sehr gut in die Handlung einbauen, so dass dies nicht weiter auffiel. Dafür ist Michael J. Fox erneut die perfekte Besetzung für die Hauptrolle und auch Thomas F. Wilson darf sich hier noch mehr auszeichnen als im Erstling. Hinzu kommt ein weiterhin unglaublich toller Christopher Lloyd in der Rolle des Doc Brown, eine einfach nur großartig geschriebene Rolle.
Aber auch technisch gesehen ist "Zurück in die Zukunft 2" wieder ein Musterbeispiel für Spezialeffekte. Auch wenn die Zukunftsvision von Zemeckis zuweilen etwas albern wirkt, so ist sie in technischer Sicht grandios und insbesondere der fliegende DeLorean macht hier eine Menge her. Perfekt begleitet wird dies auch wieder vom unwiederstehlichen Score von Alan Silvestri, der auch hier einmal mehr perfekt zum Film passt.
"Zurück in die Zukunft II" gelingt jedenfalls das, was nur wenigen Sequels gelingt. Sie stehen dem Erstling in kaum etwas nach. Teil 1 wirkt in seiner Gesamtheit zwar etwas runder, aber dafür wird Teil 2 insbesondere zur Hälfte hin richtig stark und schlägt auch mal einen etwas anderen Ton an, der die Reihe wirklich bereichert und den Film genauso unterhaltsam macht wie noch den Erstling.

Freitag, 17. Februar 2012

TV-Tipps der Woche

Arnold Schwarzenegger in Running Man

Samstag, 18.02.2012

LinkDirty Dancing 15.45 Uhr RTL 2

Wiederholung vom Freitag. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Mexican 17.45 Uhr RTL 2

Krimikomödie mit Brad Pitt und Julia Roberts. Hat mir allerdings überhaupt nicht gefallen. Ist auch schon eine Ewigkeit her seit ich ihn gesehen habe.

Der letzte Lude 20.15 Uhr Das Vierte

Komödie aus Deutschland, die aber wohl nur etwas für Fans von Lotto King Karl ist.

LinkAngeklagt 20.15 Uhr (Wiederholung 00.00 Uhr) Sixx

Justizdrama mit Jodie Foster, welches ich aber nicht kenne und auch erst in der Wiederholung ungekürzt läuft.

Invictus - Unbezwungen 20.15 Uhr Pro 7

Solides Sportdrama mit guten Schauspielern. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Man lebt nur zweimal 20.15 Uhr BR

Für mich einer der besten Bond-Filme überhaupt, den man sich zu dieser Uhrzeit nicht entgehen lassen sollte.

Die drei ??? - Das verfluchte Schloss 20.15 Uhr Sat. 1

Interessiert mich nicht wirklich, aber für Fans der Hörspiele sicherlich interessant.

Zurück in die Zukunft 2 20.15 Uhr Vox

Tolle Fortsetzung zu einem grandiosen Erstling. Sollte man sich nicht entgehen lassen, da er insbesondere in der Mitte richtig stark ist und danach auch nicht mehr allzu sehr nachlässt.

Two Lovers 21.45 Uhr Eins Fest.

Wiederholung vom Montag. Liebesdrama mit Joaquin Phoenix und Gwyneth Paltrow, die ich aber nicht kenne.

Das Schweigen der Lämmer 22.05 Uhr (Wiederholung 01.40 Uhr) Sixx

Psychothriller mit Jodie Foster und Anthony Hopkins. Ein wirklich großer Fan des Films war ich aber nie.

OSS 117 - Der Spion, der sich liebte 22.10 Uhr BR

Agentenparodie mit Jean Dujardin und Bérénice Bejo, den beiden "The Artist"-Hauptdarstellern. Kenne den Film aber nicht.

Wasabi - Ein Bulle in Japan 22.20 Uhr (Wiederholung 22.20 Uhr) Sat. 1

Mittelmäßige Agentenkomödie, die auch Jean Reno nicht wirklich retten kann.

Freedom Writers 22.50 Uhr Pro 7

Jugenddrama mit Hillary Swank. Interessiert mich aber nicht wirklich und wirkte in den Trailern auch immer ziemlich klischeehaft.

Sag niemals nie 23.15 Uhr ARD

Sean Connery zum letzten Mal als James Bond, allerdings nicht innerhalb der offiziellen Reihe. Ist auch eher mittelmäßig.

Last Boy Scout 23.30 Uhr RTL 2

Wiederholung vom Freitag. Ist nicht mein Liebling von Willis, aber trotzdem sehr unterhaltsam.

Reservoir Dogs 23.30 Uhr (Wiederholung 01.20 Uhr) Eins Fest.

Verdammt starkes Regiedebut von Quentin Tarantino, dass jeder mal gesehen haben sollte.

Casino Royale 23.40 Uhr BR

Nicht der Craig-Film, sondern eine Parodie aus den 60-ern, die ich aber noch nie gesehen habe.

Knockin' on heavens door 00.00 Uhr (Wiederholung 03.05 Uhr) Sat. 1

Etwas kitschig, aber ansonsten doch ein recht gelungenes Drama aus Deutschland mit einem damals noch jungen Til Schweiger. Kann man sich ruhig angucken.

Die Kammer der toten Kinder 00.20 Uhr ZDF

Thriller mit Melanie Laurent aus Frankreich. Kenne ich aber nicht.

Sonntag, 19.02.2012

Die nackte Wahrheit 10.00 Uhr Pro 7

Wiederholung vom Donnerstag. Kenne ich nicht, wird aber wohl die typische Heigl-Liebeskomödie sein.

Twister 10.40 Uhr RTL

Katatstrophenfilm mit Helen Hunt. War recht ansehnlich, wenngleich ich den Film jetzt auch schon lange nicht mehr gesehen habe.

Zurück in die Zukunft 2 10.55 Uhr Vox

Wiederholung von gestern.

LinkCrazy 11.45 Uhr Pro 7

Jugenddrama aus Deutschland, welches 1999 recht beliebt war. Ich fand es zwar nur ok, aber man kann es sich problemlos angucken.

Freedom Writers 13.20 Uhr Pro 7

Wiederholung von gestern.

Die Adams Family 14.30 Uhr (Wiederholung 01.55 Uhr) Kabel Eins

Komödie aus den 90-ern über die bekannte Familie. Habe ich allerdings nie gesehen. Im Anlauf läuft auch noch Teil 2 (16.35 Uhr - Wiederholung 03.30 Uhr).

Invictus - Unbezwungen 15.30 Uhr Pro 7

Wiederholung von gestern. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Die drei ??? - Das verfluchte Schloss 16.05 Uhr Sat. 1

Ebenfalls Wiederholung von gestern.

Valentinstag 20.15 Uhr (Wiederholung 00.00 Uhr) RTL

Liebeskomödie mit reichlich Starpower (unter anderem Julia Roberts, Anne Hathaway, Jessica Alba, Ashton Kutcher). Scheint inhaltlich aber auch ziemlich kitschig zu sein und längst nicht so clever wie "Tatsächlich Liebe...".

Corpse Bride 20.15 Uhr Tele 5

Schöner Stop-Motion-Film von Tim Burton. Vielleicht nicht ganz so genial wie "Nightmare before christmas", aber trotzdem sehr sehenswert.

Gran Torino 20.15 Uhr (Wiederholung 01.45 Uhr) Pro 7

Einer der stärksten Eastwood-Filme der letzten Jahre, der mitunter auch etwas klischeehaft ist, aber trotzdem zu Herzen geht. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Lara Croft: Tomb Raider 20.15 Uhr RTL 2

Sicherlich nicht sonderlich neuwertig, aber doch ein ziemlich unterhaltsamer Abenteuerfilm.

High Heels - Die Waffen einer Frau 22.30 Uhr ZDF Neo

Tragikkomödie von Pedro Almodovar. Kenne ich aber nicht.

LinkWatchmen - Die Wächter 22.35 Uhr Pro 7

Comicverfilmung von Zack Snyder. Hat seine Fans, aber nunja, meine Meinung gibt es hier (Klick).

James Bond jagt Dr. No 23.30 Uhr NDR

Starker Erstling zu der langlebigsten Kinoreihe überhaupt. Kann man sich ruhig mal angucken.

Sophies Entscheidung 00.05 Uhr Tele 5

Drama mit Meryl Streep und Kevin Kline. Kenne ich aber nicht.

Color of night 02.25 Uhr RTL 2

Wiederholung vom Freitag. Ist ein Erotikthriller mit Bruce Willis, den ich aber nicht kenne.

Texas Chainsaw Massacre 03.45 Uhr Pro 7

Unterhaltsames Remake. Sicherlich wird hier mehr auf die Morde als auf Atmosphäre gesetzt, aber es macht trotzdem Spaß.

Montag, 20.02.2012

Crazy 09.20 Uhr Pro 7

Wiederholung von gestern.

Flight Girls 10.55 Uhr Pro 7

Komödie mit Gwyneth Paltrow. Glaub aber nicht, dass der Film sonderlich gut ist.

Born to be wild 20.15 Uhr (Wiederholung 00.10 Uhr) Kabel Eins

Mäßige Komödie, die trotz Travolta, Allen und Lawrence erschreckend zahm ist. Hier hätte man deutlich mehr herausholen können.

Die Flucht (Teil 1+2) 20.15 Uhr NDR

Drama mit Maria Furtwängler. Kenne ich aber nicht

Superhero Movie 23.30 Uhr NDR

Nicht besonders clever, aber trotzdem recht spaßige Parodie auf Comicfilme.

Lara Croft: Tomb Raider 00.10 Uhr RTL 2

Wiederholung von gestern.

Watchmen - Die Wächter 00.50 Uhr Pro 7

Ebenfalls Wiederholung von gestern. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Dienstag, 21.02.2012

Im Dutzend billiger 20.15 Uhr Super RTL

Familienkomödie mit Steve Martin. Habe ich aber nie gesehen.

Familiensache 21.00 Uhr ZDF Neo

Drama mit Meryl Streep und Renee Zellweger. Kenne aber auch nicht.

Basic Instinct 22.05 Uhr Tele 5

Einer der besten Erotikthriller, die je gedreht wurden. Sollte man auf alle Fälle mal gesehen haben.

Die innere Sicherheit 22.45 Uhr RBB

Drama über ein RAF-Paar aus Deutschland. Kenne ich aber nicht.

Manta Manta 23.30 Uhr SWR

Sicherlich ziemlicher Trash, aber manch einem gefällt das vielleicht auch.

Snow Cake 00.30 Uhr BR

Grandioses Drama mit einem tollen Alan Rickman. Sollte man sich nicht entgehen lassen, wenngleich die Uhrzeit ziemlicher Mist ist.

Mittwoch, 22.02.2012

Das Beste kommt zum Schluss 20.15 Uhr (Wiederholung 00.35 Uhr) Kabel Eins

Tragikkomödie mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Tolle Schauspieler, aber inhaltlich hat mir doch etwas gefehlt.

Die Nacht der lebenden Loser 21.45 Uhr (Wiederholung 02.10 Uhr) Sixx

Teeniefilm aus Deutschland, der aber ziemlich schlecht sein soll.

Shining 22.10 Uhr (Wiederholung 02.35 Uhr) Kabel Eins

Horrorklassiker von Stanley Kubrick mit einem unglaublich guten Jack Nicholson. Sollte man umbedingt gucken. Die Atmosphäre ist einfach unglaublich.

28 Days later 22.45 Uhr RTL 2

Toll inszenierter Endzeitthriller und vielleicht beste Zombiestreifen der letzten Jahre, obwohl er genaugenommen gar keine Zombies enthält.

Good night and good luck 22.45 Uhr HR

Politdrama von George Cooney aus den 50-ern, der die damalige Kommunistenfeindlichkeit der damaligen US-Regierung unter die Lupe nimmt. Ist durchaus sehenswert. Habe ihn aber schon lange nicht mehr gesehen.

Casino Royale 22.55 Uhr SWR

Lief Samstag auch schon im BR.

Basic Instinct 23.55 Uhr Tele 5

Wiederholung von gestern.

Donnerstag, 23.02.2012

Chaos 20.15 Uhr (Wiederholung 00.55 Uhr) Vox

Actionthriller mit Jason Statham. Kenne ich aber nicht und läuft auch erst in der Wiederholung ungekürzt.

Lethal Weapon 22.15 Uhr (Wiederholung 02.40 Uhr) Vox

Starker Actionfilm von Richard Donner mit Mel Gibson und Danny Glover, der auch heute noch verdammt viel Spaß macht.

Eine demanzipierte Frau 22.25 Uhr 3Sat

Melodram mit Meryl Streep. Kenne ich aber nicht.

Der Maschinist 23.15 Uhr WDR

Starker Psychothriller mit einem mehr als überzeugenden Christian Bale, der hier in einer seiner stärksten Rollen zu sehen ist.

Die Klapperschlange 23.30 Uhr (Wiederholung 03.30 Uhr) Kabel Eins

Actionthriller von John Carpenter, den ich ehrlich gesagt aber totlangweilig finde und überhaupt nichts abgewinnen konnte.

Frantic 00.20 Uhr ARD

Solider Thriller von Roman Polanski mit Harrison Ford in der Hauptrolle. Das ganz große Highlight fehlte mir im Film aber etwas.

Freitag, 24.02.2012

The Fast and the Furious 20.15 Uhr RTL 2

Unterhaltsamer Actionthriller mit Vin Diesel und Paul Walker, der insbesondere Autofans ansprechen wird. Läuft heute allerdings nur gekürzt. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Next 20.15 Uhr Pro 7

Science-Fiction-Thriller mit Nicolas Cage, Julianne Moore und Jessica Biel. Leider aber ein ziemlich spannungsarmer Film, der blöd endet und die teilweise furchtbarsten Spezial-Effekte der letzten Jahre aufbietet.

Das Gesetz der Ehre 22.05 Uhr (Wiederholung 02.25 Uhr) Pro 7

Mäßiger Copthriller mit Colin Farrell und Edward Norton, dem einfach irgendetwas fehlte. Meine Kritik gibt es hier (Klick).

Training Day 22.10 Uhr RTL 2

Verdammt starker Copthriller mit einem unglaublich guten Denzel Washington, der hierfür zurecht einen Oscar für den besten Hauptdarsteller gewann.

Speer und Er - Teil 2 23.30 Uhr ARD

Dokudrama über den Hauptarchitekt von Adolf Hitler. Habe ich bislang aber noch nicht gesehen.

Last Radio Show 22.25 Uhr 3Sat

Kleine, aber auch schöne Komödie mit Meryl Streep und ein würdiger Abgang von Robert Altman.

Django 00.45 Uhr RBB

Westernklassiker, der nächstes Jahr von Quentin Tarantino ein Remake erhält. Habe ihn aber noch nie gesehen.

Filmkritik: Zurück in die Zukunft


Regie: Robert Zemeckis
Darsteller: Michael J. Fox, Christopher Lloyd, Lea Thompson, Crispin Glover, Thomas F. Wilson
Drehbuch: Robert Zemeckis, Bob Gale
Musik: Alan Silvestri
Laufzeit: 116 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Zeitreisen sind eines der interessantesten Themen, die das Science-Fiction-Film-Genre zu bieten hat. Leider gibt es jedoch relativ wenig Filme, die das wirklich zu würdigen wissen. Meist versucht man besonders spektakuläre Geschichten um dieses Thema zu entwickeln und verpasst es dadurch sich um seine Charaktere zu sorgen. Ein Reihe, die da deutlich heraussticht, ist zweifellos Robert Zemeckis "Zurück in die Zukunft"-Trilogie, die insbesondere durch ihren Erstling für einen riesigen Überraschungserfolg gesorgt hat, der auch Jahrzehnte später zu den besten Zeitreisefilmen aller Zeiten gehört.
Dabei ist die Geschichte so einfach wie genial. Der jugendliche Marty McFly reißt durch eine vor kurzem entwickelte Zeitmaschine 30 Jahre in die Vergangenheit, in der er auf seine damals noch jungen Eltern trifft und für einiges an Chaos sorgt. Eine Rückkehr in die Zukunft ist jedoch schwieriger als erwartet, da die damalige Zeit technisch noch nicht weit genug entwickelt war um die nötige Energie für die Zeitmaschine aufzubringen. Zum Glück kann er jedoch jene Person auffinden, die für die Entwicklung der Maschine verantwortlich war, der verrückte wie geniale Wissenschaftler Doc Brown.
Was "Zurück in die Zukunft" auch heute noch zu solch einem grandiosen Film werden lässt, sind sicherlich nicht besonders große Actionsequenzen wie man sie aus anderen Science-Fiction-Filmen kennt, sondern die wunderbar menschliche Geschichte, die diesen Film umgibt. Der Film fängt wunderbar die Zeit der 50-er ein und ist einfach eine wunderbare Geschichte über das Erwachsenwerden und Liebe. Hinzu kommt eine unglaublich stilsichere Regieleistung von Robert Zemeckis, der den Film stets auf konstant hohem Niveau hält und dabei sowohl in Action-, als auch Dialogsequenzen stets das Maximum herausholt. Dadurch wirkt der Film viel weniger wie ein Zeitreisefilm, als vielmehr wie ein Film, der das Leben der Jugend abfeiert und wunderbar die 50-er Jahre aufleben lässt. Gleichzeitig schafft man es aber auch, einige Storyelemente in den Film einzubringen, die man in alltäglichen Filmen dieser Art so nicht miterlebt und ihn einzigartig macht.
Aber auch bei der Vielfalt der Charaktere schafft es der Film trotz einer gewissen Schrilligkeit doch viele Sympatien zu erreichen. Die Hauptcharaktere funktionieren perfekt, selbst für Bösewichter wie Biff schafft man es Sympatien aufzubringen und eine Rolle wie die von Doc Brown ist eh für die Ewigkeit.
Hinzu kommt, dass sich der Film auch technisch auf extrem hohen Niveau bewegt und hier zweifellos Maßstäbe setzte. Wunderbar ergänzt wird das von einem grandiosen Score von Alan Silvestri, der hier ein Theme für die Ewigkeit geschaffen hat, welches zu den ganz großen Themes der Filmgeschichte gehört.
"Zurück in die Zukunft" enthält jedenfalls alles, was man sich von einem großartigen Zeitreisefilm verspricht. Zemeckis tut gut daran, dieses Thema nicht in den Mittelpunkt zu stellen und lieber eine Geschichte über die Jugend zu erzählen und diese mit solchen Elementen anzureichern, so dass man hier eine wunderbar menschliche Geschichte erlebt, die regiemäßig grandios begleitet wird und somit Zuschauer heute noch genauso gut unterhält wie damals als der Film erstmals in den Kinos lief.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Blu-Ray Kritik: Cleopatra


Regie: Joseph L. Mankiewicz
Darsteller: Elizabeth Taylor, Richard Burton, Rex Harrison
Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz, Ranald MacDougall, Sidney Buchman
Musik: Alex North
Laufzeit: 248 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Extras:

  • Audiokommentar mit Chris Mankiewicz, Tom Mankiewicz, Martin Landau und Jack Brodsky
  • Der Kleopatra-Mythos im Laufe der Zeit
  • Tom Rothman spricht über die Veröffentlichung des Films
  • Ein Briegwechsel während der Produktion
  • "Cleopatra"-Der Film, der Hollywood veränderte
  • Der vierte Star von "Cleopatra"
  • Fox tönende Wochenschow
  • Kinotrailer

Filmkritik:

Historienepen waren Ende der 50-er ein sehr beliebtes Genre und erreichte seinen Höhepunkt mit dem 11-fachen Oscargewinn von "Ben Hur". Dies sorgte natürlich dafür, dass Nachahmer produziert wurden und das wohl prestigeträchtigste Projekt dieser Art war ohne Zweifel 20th Century Fox's "Cleopatra", der Elizabeth Taylor mit der damaligen Rekordgage von 1 Million Dollar in der Rolle der ägyptischen Königin aufbot und auch bei den Männern mit Rex Harrison und Richard Burton einiges an Starpower aufbot. Aufgrund mehrerer Probleme während der Produktion stieg das Budget jedoch auf 44 Millionen Dollar an, was den Film nicht nur zum teuersten Film der damaligen Zeit machte, sondern auch noch dafür sorgte, dass das produzierende Studio 20th Century Fox fast am Rande des Bankrotts stand. Selbstredend konnte man dieses Budget damals nicht wieder einspielen, doch immerhin reichte es zu 9 Oscar-Nominierungen (wovon man vier gewann) und auch heute noch hat der Film Fans auf der ganzen Welt.
Der Film selbst erzählt dabei die Geschichte von Cleopatra und ihrem Aufstieg zur Königin in Ägyptien, sowie ihren späteren Liebschaften zu Cäsar und Marcus Antonius und dem damit zusammenhängenden Abstieg. Auch wenn der Film dabei mit 248 Minuten alles andere als kurz ausgefallen ist, ist es natürlich kein allzu leichtes Unterfangen, diese Geschichte in einem einzigen Film zu erzählen und tatsächlich war die ursprüngliche Fassung sogar nochmal deutlich länger. Aufgrund von künstlerischen Differenzen zwischen Produzent Zanuck und Regisseur Mankiewicz wurde der Film jedoch um mehr als eine Stunde gekürzt und zusätzliches Material größtenteils vernichtet. Von daher lässt sich nur schwer sagen, in welche Richtung der eigentliche Film gegangen wäre. Dies macht sich zuweilen auch etwas bei der Geschichte bemerkbar. Bei einigen Figuren hätte man sich durchaus gewünscht, dass sie noch etwas mehr in den Vordergrund rücken und auch die Liebesszenen, auf die man sich stark fokussiert hat, wirken oftmals ziemlich schmalzig und drücken zuweilen auch etwas die eigentliche Geschichte.
Vom Szenenbild her ist der Film natürlich absolut gigantisch und kann es locker mit heutigen Produktionen aufnehmen. Was dem Film aber vielleicht etwas fehlt, ist das Alleinstellungsmerkmal wie es vielleicht noch "Ben Hur" und "Die 10 Gebote" besaß. Es sieht alles super aus, aber es gibt nichts Legendäres wie das Wagenrennen oder die Teilung des Meeres. Dies mag aber auch daran liegen, dass der Film mehr Geschichtsstunde ist und nicht die klassische Geschichte vom Normalbürger erzählt, dem etwas Außergewöhnliches passiert ist. Cleopatra ist in dieser Hinsicht doch deutlich politiscer, da die Figuren auch deutlich bekannter sind.
Schauspielerisch ist der Film dann auch sehr anständig besetzt worden. Durch die Bank weg ist der Cast überzeugend, wenngleich es keine außergewöhnliche Darstellung gibt und auch Elizabeth Taylor ist hier zwar gut, aber mit Sicherheit nicht legendär. Ähnlich verhält es sich dann auch bei der Musik, die gut ist, aber letztendlich nicht sonderlich lange hängenbleibt.
"Cleopatra" ist in seiner Gesamtheit trotzdem ein sehenswertes Historienepos. Den ganzen Ruhm verdankt er jedoch eher der unrühmlichen Produktionsgeschichte als seinem großen Stellenwert für die Filmwelt. Der Film ist durch und durch gut gemacht, aber es fehlt etwas Besonderes wie es beispielsweise "Ben Hur" 5 Jahre vorher vorgemacht hat.

Blu-Ray Kritik:

"Cleopatra" gibt ein mehr als gelungenes Debut auf Blu-Ray ab. Das Bild ist wunderbar scharf und auch wenn man sich hier der Referenz von "Ben Hur" doch geschlagen geben muss, so befindet sich dieses auf konstant hohem Niveau. Aber auch beim Bonusmaterial lässt man sich nicht lumpen und erzählt in mehreren Making-Of's über die großen Probleme während der Produktion und was auch nach Fertigstellung des Films alles passiert ist, so dass bis zum heutigen Tage keine vollständige Version von "Cleopatra" vorhanden ist. Besonders interessant ist dabei ein fast halbstündiges Fernsehspezial mit Fox-Chef Tom Rothman, in dem er ausführlich über die Fehler von "Cleopatra" eingeht und Klarheit in ein paar Mythen bezüglich des Films bringen möchte. Man merkt ihm zwar an, dass er eher Geschäftsführer und weniger Filmschaffender ist, aber solche Spezials kann es ruhig öfter geben. Ebenfalls interessant ist auch ein neu produziertes Feature über die verlorenen Szenen von "Cleopatra". Diese Sache wird zwar auch an vielen anderen Stellen in den Extras erwähnt, aber hier wird besonders deutlich, wie traurig diese Sache eigentlich ist.
Ansonsten bekommt man neben all diesen Spezials über die Probleme auch noch ein 2-stündiges Making-Of geboten, welches alle wichtigen Stationen der Produktion abdeckt und dabei wirklich informativ ist. Interessant ist auch noch der Audio-Kommentar, der unter anderem von zwei Söhnen von Regisseur Mankiewicz eingesprochen wurde und die auch darauf eingehen, wie ihr Vater diese harte Zeit überstanden hat und was er letztendlich von der finalen Version des Filmes hält.
"Cleopatra" ist jedenfalls eine sehr gelungene Veröffentlichung auf Blu-Ray geworden, die Fans des Films kaum enttäuschen dürfte und auch vom Bonusmaterial her einiges an wirklich interessanten Material bietet, welches eine der wohl problematischsten Produktionen Hollywoods aller Zeiten sehr gut abdeckt und deshalb durchaus ihren Weg in das Regal von Filmliebhabern finden sollte.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Filmkritik: There will be blood


Regie: Paul Thomas Anderson
Darsteller: Daniel Day-Lewis, Ciarán Hinds, Paul Dano
Drehbuch: Paul Thomas Anderson
Musik: John Greenwood
Laufzeit: 158 Minuten
freigegeben ab: 12 Jahre
Trailer: hier

Einer der wohl größten Schauspieler unserer Zeit ist zweifellos Daniel Day-Lewis. Umso trauriger ist es eigentlich, dass dieser sich nur alle zwei oder drei Jahre dazu hinreißen lässt, mal vor die Kamera zu treten. Ähnliches lässt sich auch über Regisseur Paul Thomas Anderson sagen, der ebenfalls nur alle vier bis fünf Jahre mit einem Film um die Ecke kommt. Umso gespannter konnte man also sein, als sich diese beiden Ausnahmetalente 2007 dazu entschlossen, gemeinsam an einem Film zu arbeiten und herausgekommen ist ohne Zweifel eine der großartigsten Filme, der in den letzten Jahren entstanden ist.
Erzählt wird dabei die Geschichte des Silbersuchers Daniel Plainview, der mit Öl das ganz große Geld machen will und dabei den Menschen, die in seiner Gemeinschaft leben, nichts abgeben möchte. Dabei geht er auch durchaus über Leichen und insbesondere ein Prediger, der seinen Glauben in der Gemeinschaft verbreiten will, ist ihm dabei ein Dorn im Auge.
"There will be blood" ist mit seinen 158 Minuten zugebenermaßen ziemlich lang und die Geschichte entwickelt sich dabei recht gemächlich, doch was Regisseur Anderson hier inszenatorisch aufbietet und wie sich Day-Lewis die Seele aus dem Leib spielt, ist einfach nur unglaublich grandios. Die Story mag zwar nicht sonderlich schnell voranschreiten, doch ist der Film inszenatorisch so unglaublich gut gelungen und die Kameraarbeit so wundervoll, dass der Film atmosphärisch ein unglaubliches Brett darstellt, welches die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika wunderbar einfängt und zu keiner Sekunde langweilig ist. Auch die Sets sind exellent gewählt und sorgen dafür, dass der Film auch bildlich zu den stärksten Filmen der letzten Jahre gehört.
Hinzu kommt, dass Daniel Day-Lewis hier eine übermenschliche schauspielerische Leistung abliefert, die jeden in seinen Bann ziehen wird und in dieser Form absolut einzigartig ist. Dabei ist der Rest des Casts ebenfalls richtig gut besetzt worden, doch Day-Lewis dominiert hier so gut wie alles und schafft es wunderbar, seine Figur als rücksichtslosen Geschäftsmann zu zeigen, der vor nichts zurückschreckt.
Aber auch musikalisch geht Anderson eigene Wege und verpflichtete Radiohead-Gitarrist Johnny Greenwood als Komponist, der einen durchaus eigenen Stil in den Film einfließen lässt. Dieser wird sicherlich nicht jedem gefallen, aber er schafft es durchaus die Stimmung des Films gut zu untermalen.
"There will be blood" sollte jedenfalls so gut wie jeden in seinen Bann ziehen. Der Film verlangt inhaltlich zwar einen langen Atem, doch inszenatorisch ist der Film ein echtes Brett und Daniel Day-Lewis fantastische Leistung ist kaum in Worte zu schreiben.